Local

Was ist Local?

Der Begriff Local bezeichnet im Börsen- und Finanzkontext einen Händler, Makler oder Market Maker, der vor allem an traditionellen Börsenplätzen aktiv ist und direkt auf dem Parkett oder in unmittelbarer Nähe der Börse agiert. Lokale Händler übernehmen die Aufgabe, Liquidität bereitzustellen, Kauf- und Verkaufsaufträge auszuführen und den Handel effizient zu gestalten. In modernen Finanzmärkten, die stark elektronisch geprägt sind, tritt der Local meist in Verbindung mit spezifischen Aufgaben an regionalen oder spezialisierten Börsen auf.

Funktionsweise von Locals

Ein Local ist in der Regel ein Börsenmitglied, das eigene Mittel einsetzt, um Wertpapiertransaktionen zu erleichtern. Er kauft und verkauft Aktien, Anleihen oder andere Finanzinstrumente für den eigenen Bestand, um das Orderbuch zu stabilisieren und eine kontinuierliche Liquidität zu gewährleisten.

Lokale Händler übernehmen oft folgende Aufgaben:

  • Absicherung von Marktpositionen
  • Bereitstellung von Geld- und Briefkursen
  • Ausführung von Kundenaufträgen, insbesondere in Phasen geringer Liquidität

 

Beispiel: An einer regionalen Börse wie der Frankfurter Wertpapierbörse agiert ein Local für bestimmte Aktien und sorgt dafür, dass Kauf- und Verkaufsaufträge jederzeit abgewickelt werden können, auch wenn die Nachfrage kurzfristig schwankt. Dabei kann er sowohl für institutionelle Kunden als auch für Privatanleger tätig werden.

Typische Anwendungsbereiche

Locals sind vor allem in folgenden Bereichen aktiv:

  • Parketthandel: Traditionelle Börsen, auf denen noch physisch gehandelt wird.
  • Marktstabilisierende Funktionen: Bereitstellung von Liquidität und Vermeidung von starken Kursschwankungen.
  • Orderausführung für Kunden: Sicherstellung, dass auch größere Orders effizient abgewickelt werden können.

Vorteile des Einsatzes von Locals

Die Einbindung von Locals in den Börsenhandel bringt mehrere Vorteile:

  • Kontinuierliche Liquidität: Lokale Händler stellen sicher, dass der Handel auch in ruhigen Marktphasen funktioniert.
  • Preisstabilität: Durch die Bereitstellung von Geld- und Briefkursen werden extreme Kursausschläge reduziert.
  • Schnelle Orderausführung: Kundenaufträge können effizient und ohne Verzögerung ausgeführt werden.

Risiken und Besonderheiten

Trotz der Vorteile gibt es auch Risiken: Locals handeln auf eigene Rechnung, was zu Interessenkonflikten führen kann. Zudem sind sie auf schnelle Marktbewegungen angewiesen und können bei stark schwankenden Märkten Verluste erleiden. In elektronischen Märkten werden ihre Aufgaben zunehmend von algorithmischen Market Makern übernommen, wodurch die Rolle des klassischen Locals abnimmt. Dennoch bleibt der Local in spezialisierten oder regionalen Börsen wichtig.

Beispiele aus der Praxis

Ein konkretes Beispiel: An der Frankfurter Börse sorgt ein Local für die Liquidität von Nebenwerten oder speziellen Unternehmensanleihen. Während Zeiten mit geringem Handelsvolumen garantiert er, dass Anleger ihre Orders ausführen können, ohne dass es zu großen Preissprüngen kommt. Bei Blue-Chip-Aktien wie der Allianz ist der Local eher selten aktiv, da hier ausreichend Liquidität durch den elektronischen Handel besteht. Auf kleineren Börsenplätzen oder in regionalen Märkten spielen Locals weiterhin eine zentrale Rolle, um Stabilität und Vertrauen bei den Marktteilnehmern zu gewährleisten.

boerse.de-Schlussfolgerung

Der Local ist ein traditioneller Akteur an Börsenplätzen, der Liquidität bereitstellt, Preisstabilität sicherstellt und die effiziente Ausführung von Orders ermöglicht. Obwohl seine Rolle durch den elektronischen Handel teilweise ersetzt wurde, bleibt der Local insbesondere bei regionalen oder spezialisierten Märkten wichtig. Anleger sollten die Präsenz von Locals kennen, da sie das Orderbuch stabilisieren und die Handelsausführung erleichtern. Insgesamt trägt der Local zu einem funktionierenden und zuverlässigen Markt bei.



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