Low-Coupon

Was ist ein Low-Coupon?

Low-Coupon bezeichnet Anleihen oder Schuldverschreibungen, die im Vergleich zu marktüblichen Zinssätzen eine besonders niedrige Verzinsung bieten. Anleger erhalten bei diesen Papieren nur geringe regelmäßige Zinszahlungen, oft als jährlicher Coupon, während das Hauptaugenmerk auf dem langfristigen Kapitalerhalt oder Kursgewinnen liegen kann. Low-Coupon-Anleihen werden häufig von sehr bonitätsstarken Emittenten ausgegeben und gelten als relativ sichere Anlage, obwohl sie durch geringe Zinsen weniger laufende Erträge liefern.

Definition und Funktionsweise

Low-Coupon-Anleihen haben charakteristische Merkmale:

  • Geringe Zinszahlungen: Die jährlichen Coupons liegen deutlich unter dem Marktdurchschnitt.
  • Emittenten: Meist Unternehmen, Staaten oder supranationale Institutionen mit hoher Kreditwürdigkeit.
  • Laufzeit: Oft mittel- bis langfristig, wodurch Anleger auf Kapitalgewinne bei Kurssteigerungen setzen können.
  • Kursabhängigkeit: Da die laufenden Zinsen gering sind, spielen Kursveränderungen am Sekundärmarkt eine größere Rolle für die Rendite.

Bedeutung für Anleger

Low-Coupon-Anleihen bieten spezifische Vor- und Nachteile:

  • Stabilität: Geringes Ausfallrisiko durch solide Bonität des Emittenten.
  • Kapitalerhalt: Fokus liegt auf Sicherheit des eingesetzten Kapitals.
  • Niedrige laufende Erträge: Geeignet für Anleger, die eher auf Werterhalt als auf regelmäßige Einkünfte setzen.
  • Renditechancen: Kursgewinne durch sinkende Marktzinsen oder steigende Nachfrage können die Rendite erhöhen.

Praxisbeispiel

Ein Investor erwirbt eine Low-Coupon-Anleihe eines hoch bewerteten Unternehmens wie Siemens. Die Anleihe zahlt nur 0,5% Zinsen pro Jahr bei einer Laufzeit von 10 Jahren. Durch den Kauf unter dem Nennwert und eine mögliche Kurssteigerung bei fallenden Marktzinsen kann der Anleger trotzdem eine attraktive Gesamtrendite erzielen, obwohl die laufenden Coupons niedrig sind.

Unterschied zu High-Coupon-Anleihen

Low-Coupon-Anleihen unterscheiden sich von High-Coupon-Anleihen:

  • Zinsniveau: Low-Coupon zahlt geringe Zinsen, High-Coupon hohe Zinsen.
  • Risikoprofil: Low-Coupon meist sicherere Emittenten, High-Coupon kann höheres Ausfallrisiko beinhalten.
  • Renditequellen: Low-Coupon-Anleihen erzielen Rendite häufig über Kursgewinne, High-Coupon über laufende Zinszahlungen.

boerse.de-Schlussfolgerung

Low-Coupon-Anleihen sind ein Anlageinstrument für risikoaverse Investoren, die Sicherheit des Kapitals bevorzugen und auf hohe laufende Zinsen verzichten. Sie eignen sich besonders bei stabilen Emittenten, um langfristig Vermögen zu erhalten, während Kursgewinne bei günstigen Marktbedingungen zusätzliche Rendite bringen können. Anleger sollten jedoch die niedrigen laufenden Erträge bei ihrer Portfolioplanung berücksichtigen.



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