M-Formation bezeichnet in der technischen Börsenanalyse ein spezifisches Kursmuster, das in Charts auftritt und auf eine mögliche Trendwende hinweist. Es wird als „M“ beschrieben, weil die Kursbewegungen zwei aufeinanderfolgende Spitzen bilden, die wie der Buchstabe M aussehen. Die M-Formation wird vor allem bei Aktien, Indizes und anderen handelbaren Wertpapieren zur Prognose von Kursentwicklungen verwendet.
Die M-Formation ist ein typisches Umkehrmuster, das entsteht, wenn ein Wertpapier nach einem Aufwärtstrend zweimal auf einem ähnlichen Hochniveau scheitert. Die beiden Spitzen des „M“ zeigen die Widerstandszonen an, während das zwischenliegende Tal die kurzfristige Kurskorrektur darstellt. Das Muster signalisiert, dass der Aufwärtstrend an Schwung verliert und eine Korrektur oder ein Abwärtstrend folgen könnte.
Typische Merkmale einer M-Formation:
Die M-Formation wird von Tradern als Warnsignal genutzt, dass eine Trendwende bevorstehen könnte:
Beispiel: Bei der Analyse der Siemens-Aktie könnte eine M-Formation nach einem längeren Aufwärtstrend auftreten, wenn die Aktie zweimal an einem Widerstand scheitert und anschließend das Handelsvolumen steigt, während die Kurse fallen. Dies könnte auf eine bevorstehende Korrektur hinweisen.
Trader nutzen die M-Formation, um Verkaufsentscheidungen vorzubereiten oder Stop-Loss-Orders zu platzieren. Sie ist besonders relevant in Märkten mit ausgeprägten Trends. Bei der Identifikation des Musters sollte immer das Handelsvolumen berücksichtigt werden, da ein starkes Volumen die Aussagekraft des Musters verstärkt.
Weitere Anwendungsbeispiele:
Vorteile:
Einschränkungen:
Die M-Formation ist ein bewährtes Chartmuster zur Identifikation möglicher Trendwenden an den Finanzmärkten. Sie liefert Tradern und Anlegern wichtige Hinweise auf Widerstandsniveaus und bevorstehende Kurskorrekturen. Die Analyse sollte stets in Kombination mit Volumeninformationen und weiteren technischen Indikatoren erfolgen, um Fehlsignale zu vermeiden und fundierte Handelsentscheidungen treffen zu können.