Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die durch allgemeine Schwankungen an den Finanzmärkten entstehen. Es betrifft alle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Währungen und kann nicht vollständig durch Diversifikation eliminiert werden. Marktrisiken entstehen durch makroökonomische Faktoren, politische Ereignisse oder Veränderungen in Angebot und Nachfrage und wirken sich auf den gesamten Markt oder bestimmte Segmente aus.
Marktrisiko ist die systematische Komponente des Anlagerisikos, die alle Marktteilnehmer betrifft:
Marktrisiko spielt bei Anlageentscheidungen eine zentrale Rolle:
Ein Anleger hält Aktien der Siemens-Aktie. Fällt der DAX aufgrund globaler Konjunktursorgen um 5%, sinkt der Aktienkurs unabhängig von der Unternehmenslage. Dieses Risiko ist ein klassisches Marktrisiko, da es durch externe Marktbewegungen verursacht wird und nicht durch Unternehmensspezifika wie Management oder Produktentwicklung.
Marktrisiko unterscheidet sich vom unternehmensspezifischen Risiko:
Das Marktrisiko ist ein unvermeidlicher Bestandteil jeder Anlage und beeinflusst die Wertentwicklung von Portfolios unabhängig von der Unternehmensleistung. Anleger müssen dieses Risiko durch gezieltes Risikomanagement, Diversifikation und gegebenenfalls Absicherungsinstrumente berücksichtigen. Das Verständnis des Marktrisikos ist entscheidend für eine fundierte Investmentstrategie und eine nachhaltige Vermögensplanung.