Open Order

Was ist eine Open Order?

Eine Open Order ist eine unvollständig ausgeführte Kauf- oder Verkaufsorder an einer Börse oder in einem Handelssystem, die noch aktiv ist und auf Ausführung wartet. Sie bleibt so lange bestehen, bis sie vollständig erfüllt, vom Anleger storniert oder automatisch durch Ablauf der Gültigkeit beendet wird. Open Orders sind ein zentrales Werkzeug für Trader und Anleger, um Preisziele zu erreichen, ohne den Markt ständig beobachten zu müssen.

Arten von Open Orders

Open Orders lassen sich je nach Ausführungskriterium unterscheiden:

  • Limit Order: Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Basiswert einen bestimmten Preis erreicht oder unterschreitet (bei Kauf) bzw. überschreitet (bei Verkauf).
  • Market Order: Die Order wird sofort zum bestmöglichen aktuellen Marktpreis ausgeführt, kann aber bei geringer Liquidität teilweise offen bleiben.
  • Stop-Order: Die Order wird erst aktiviert, wenn ein bestimmter Stop-Preis erreicht wird. Danach wird sie als Market- oder Limit-Order ausgeführt.
  • Good-till-Cancelled (GTC): Diese Open Orders bleiben aktiv, bis der Anleger sie manuell storniert.
  • Day Order: Die Open Order gilt nur für den aktuellen Handelstag und verfällt, wenn sie nicht ausgeführt wird.

Bedeutung für Anleger

Open Orders haben mehrere Vorteile und Funktionen für Marktteilnehmer:

  • Preissteuerung: Anleger können Kauf- oder Verkaufsaufträge zu einem vorher definierten Preis platzieren.
  • Automatisierung: Trades werden automatisch ausgeführt, wenn die Bedingungen erfüllt sind, ohne dass der Anleger permanent den Markt überwachen muss.
  • Risikomanagement: Open Orders ermöglichen die präzise Steuerung von Einstiegspunkten, Ausstiegspunkten und Stop-Loss-Levels.

Praktische Beispiele

Open Orders werden in der Praxis häufig genutzt:

  • Ein Anleger setzt eine Limit-Kauforder für die BASF-Aktie bei 60 €. Solange der Kurs diesen Wert nicht erreicht, bleibt die Order offen und wird als Open Order im Handelssystem angezeigt.
  • Ein Trader platziert eine Stop-Loss-Order auf einen Index, um Verluste zu begrenzen. Solange der Index den Stop-Preis nicht erreicht, bleibt die Order offen.
  • Institutionelle Anleger nutzen Open Orders, um große Positionen Stück für Stück zu handeln, ohne den Markt zu stark zu beeinflussen.

Besonderheiten

Bei der Verwendung von Open Orders sollten Anleger folgende Aspekte beachten:

  • Liquidität: Open Orders werden nur ausgeführt, wenn genügend Liquidität im Markt vorhanden ist.
  • Teilweise Ausführung: Große Orders können teilweise ausgeführt werden, während der Rest offen bleibt.
  • Überwachung: Anleger sollten Open Orders regelmäßig prüfen, um veraltete oder nicht mehr gewünschte Orders zu stornieren.
  • Marktbedingungen: Schwankende Kurse können dazu führen, dass Open Orders länger offen bleiben oder nicht ausgeführt werden.

boerse.de-Schlussfolgerung

Eine Open Order ist eine noch offene Kauf- oder Verkaufsorder, die auf Ausführung wartet. Sie ermöglicht Anlegern und Tradern eine gezielte Steuerung ihrer Handelsaktivitäten, präzise Preissteuerung und automatisierte Auftragsausführung. Die sorgfältige Verwaltung von Open Orders ist entscheidend, um Chancen optimal zu nutzen, Risiken zu begrenzen und Handelsstrategien effizient umzusetzen.



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