Der Over-the-Counter-Market (OTC-Markt) bezeichnet einen Börsenhandel, der nicht über reguläre Börsenplätze wie die Frankfurter Wertpapierbörse oder NYSE abgewickelt wird. Stattdessen erfolgt der Handel direkt zwischen Käufer und Verkäufer, häufig über Makler, Händlernetzwerke oder elektronische Plattformen. Der OTC-Markt ist besonders wichtig für Wertpapiere, die nicht an offiziellen Börsen gelistet sind, sowie für Derivate, Anleihen, strukturierte Produkte oder Devisen.
Im OTC-Markt werden Transaktionen individuell zwischen den Marktteilnehmern vereinbart. Die wichtigsten Merkmale sind:
Beispiel: Ein Investor möchte eine Anleihe eines mittelständischen Unternehmens kaufen, die nicht an der Börse notiert ist. Der Kauf erfolgt direkt über einen Broker oder Makler, der die Transaktion zwischen Käufer und Verkäufer vermittelt – klassischer OTC-Handel.
Der OTC-Markt bietet Chancen, aber auch besondere Risiken. Die wichtigsten Aspekte für Anleger sind:
Der OTC-Markt wird weltweit genutzt und spielt eine wichtige Rolle für bestimmte Anlageklassen:
Ein praktisches Beispiel ist der Handel von Unternehmensanleihen kleiner Firmen, die keine Börsenzulassung haben. Hier vereinbaren Käufer und Verkäufer direkt Preis und Konditionen, ohne dass ein offizieller Börsenkurs existiert.
Der OTC-Markt unterscheidet sich wesentlich vom börslichen Handel:
Der Over-the-Counter-Markt ist ein dezentraler Handelsplatz für Wertpapiere und Finanzinstrumente, der nicht über reguläre Börsen abgewickelt wird. Er bietet Zugang zu exklusiven Produkten und individuelle Preisgestaltungen, erfordert aber auch höhere Sorgfalt bei Liquidität, Bonität und Risikoanalyse. Für Anleger, die sich abseits der regulären Börsen bewegen wollen, ist der OTC-Markt ein wichtiger Bestandteil des Investmentuniversums.