Der Begriff Overbought stammt aus der technischen Analyse und beschreibt einen Zustand, bei dem ein Wertpapier, ein Markt oder ein Finanzinstrument überkauft ist. Das bedeutet, dass der Kurs in kurzer Zeit stark gestiegen ist und über seinem fundamentalen oder langfristigen Bewertungsniveau liegt. Overbought signalisiert häufig eine mögliche Korrektur oder Konsolidierung, da der Kaufdruck übertrieben sein könnte.
Overbought wird in der Börsenanalyse genutzt, um potenzielle Wendepunkte zu identifizieren. Die wichtigsten Mechanismen sind:
Beispiel: Eine Aktie steigt innerhalb weniger Tage von 80 € auf 120 €. Technische Indikatoren zeigen, dass sie stark überkauft ist (RSI über 70). Analysten interpretieren dies als Hinweis auf eine mögliche Kurskorrektur.
Overbought ist ein wichtiger Hinweis für Investoren, da es potenzielle Verkaufs- oder Absicherungszeitpunkte signalisiert. Die wichtigsten Implikationen sind:
Overbought tritt in verschiedenen Märkten auf:
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Tech-Wert steigt nach positiven Quartalszahlen von 200 € auf 260 €. Der RSI zeigt Overbought an, was Anleger als Signal für Gewinnmitnahmen nutzen könnten.
Wichtig ist, dass Overbought kein automatisches Verkaufssignal darstellt. Märkte können längere Zeit überkauft bleiben, insbesondere in starken Aufwärtstrends. Anleger sollten technische Signale mit Fundamentaldaten kombinieren und ihre Risikostrategie berücksichtigen. Overbought ist eher ein Indikator für mögliche Korrekturen, nicht für sofortige Kursrückgänge.
Overbought beschreibt einen überkauften Zustand eines Wertpapiers oder Marktes, der auf übermäßigen Kaufdruck hinweist. Für Anleger ist es ein Hinweis auf mögliche Korrekturen und hilft, Verkaufszeitpunkte oder Absicherungen zu planen. Eine fundierte Analyse von technischen Indikatoren und Fundamentaldaten ist entscheidend, um Overbought-Signale sinnvoll in der Handelsstrategie zu nutzen.