Physische Replikation ist eine Methode, die von Investmentfonds und ETFs genutzt wird, um die Wertentwicklung eines Indexes möglichst genau nachzubilden. Dabei kauft der Fonds direkt die im Index enthaltenen Wertpapiere in der jeweiligen Gewichtung. Ziel ist es, die Rendite des Referenzindexes für die Anleger so exakt wie möglich abzubilden und einen direkten Zugang zu den zugrunde liegenden Aktien, Anleihen oder anderen Finanzinstrumenten zu bieten.
Bei der physischen Replikation wird der Index entweder vollständig oder teilweise durch die tatsächlichen Finanzinstrumente nachgebildet. Wesentliche Merkmale sind:
Die physische Replikation bietet zahlreiche Vorteile:
Ein Anleger investiert in einen ETF, der den DAX 30 abbildet. Der Fonds kauft alle 30 Aktien des Index in der jeweiligen Gewichtung. Dadurch erzielt der Anleger nahezu die gleiche Performance wie der Index selbst. Dividenden der DAX-Aktien werden vom Fonds gesammelt und entweder ausgeschüttet oder automatisch reinvestiert. Diese physische Replikation stellt sicher, dass die Kursentwicklung des ETFs eng an die des DAX gekoppelt ist.
Die physische Replikation unterscheidet sich von der synthetischen Nachbildung eines Index:
Die physische Replikation ist eine bewährte Methode, um die Performance eines Index möglichst genau nachzubilden. Sie bietet Transparenz, direkten Zugang zu den zugrunde liegenden Wertpapieren und minimiert Risiken durch Derivate. Für Anleger, die auf eine präzise Indexabbildung und langfristige Performance setzen, stellt die physische Replikation eine zuverlässige Investmentstrategie dar.