Ein Stock Split bezeichnet die Aufteilung einer bestehenden Aktie in mehrere neue Aktien desselben Unternehmens. Ziel ist es, den Aktienkurs zu senken, ohne dass sich der Gesamtwert der Beteiligung für den Aktionär verändert. Ein Stock Split verändert somit die Anzahl der Aktien und den Nominalwert je Aktie, nicht aber den Gesamtwert des Unternehmens.
Bei einem Stock Split teilt das Unternehmen jede bestehende Aktie in mehrere neue Aktien auf. Ein typisches Beispiel ist ein 2-zu-1-Split: Für jede alte Aktie erhält der Aktionär zwei neue Aktien. Der Kurs je Aktie halbiert sich dabei rechnerisch, sodass der Gesamtwert der Beteiligung konstant bleibt. Durch die niedrigere Preisgestaltung sollen die Aktien für eine größere Anlegergruppe attraktiver werden.
Ein Stock Split kann auch in anderen Verhältnissen erfolgen, z.B. 3-zu-1, 5-zu-1 oder 1-zu-2, wobei letztere Variante als Reverse Split bezeichnet wird, um den Kurs zu erhöhen.
Ein Stock Split verfolgt mehrere strategische Ziele:
Unternehmen wie Apple oder Tesla haben in der Vergangenheit Stock Splits durchgeführt, um ihre Aktien breiter handelbar zu machen und kleinere Investoren anzusprechen. Bei Apple fand beispielsweise ein 4-zu-1-Split im Jahr 2020 statt, wodurch der Aktienkurs deutlich gesunken, die Anzahl der Aktien aber vervierfacht wurde.
Im Gegensatz zum klassischen Stock Split gibt es den Reverse Split. Hierbei werden mehrere alte Aktien zu einer neuen Aktie zusammengelegt, um den Aktienkurs zu erhöhen. Dies kommt oft dann zum Einsatz, wenn der Kurs zu niedrig ist, z.B. um Mindestanforderungen für Börsenindizes oder für institutionelle Investoren zu erfüllen.
Nehmen wir an, ein Aktionär hält 100 Aktien eines Unternehmens zum Kurs von 200€ pro Aktie. Bei einem 2-zu-1-Split hätte der Aktionär anschließend 200 Aktien, die jeweils 100€ wert sind. Der Gesamtwert der Beteiligung bleibt unverändert bei 20.000€. Somit profitieren Anleger vor allem durch die verbesserte Handelbarkeit, nicht durch unmittelbare Wertsteigerung.
Ein Stock Split ist ein Instrument, das Unternehmen nutzen, um ihre Aktien zahlbarer und handelbarer zu machen, ohne den Gesamtwert der Beteiligungen zu verändern. Aktionäre behalten ihre Anteile proportional, während die Anzahl der Aktien steigt und der Kurs je Aktie sinkt. Stock Splits sind besonders bei wachstumsstarken, hochpreisigen Aktien ein übliches Mittel, um Liquidität und Attraktivität am Markt zu erhöhen.