Tägliches Kursschwankungslimit

Was ist ein Tägliches Kursschwankungslimit?

Das tägliche Kursschwankungslimit ist ein Instrument der Börsenregulierung, das die maximale zulässige Kursveränderung eines Wertpapiers oder Finanzinstruments innerhalb eines Handelstages begrenzt. Ziel ist es, extreme Kursschwankungen zu verhindern und die Marktstabilität zu erhöhen. Anleger erhalten dadurch Schutz vor übermäßigen Spekulationen und Panikverkäufen.

Funktionsweise

Das Limit wird in der Regel prozentual auf den Schlusskurs des vorhergehenden Handelstages festgelegt. Ein Beispiel: Liegt der Schlusskurs einer Aktie bei 100€ und das Limit beträgt ±10%, darf der Kurs am Folgetag zwischen 90€ und 110€ schwanken. Überschreitet der Kurs diese Grenzen, stoppt die Börse den Handel vorübergehend, bis sich der Markt stabilisiert hat.

Das Limit kommt bei Aktien, Anleihen, Futures, Optionen und Indizes zur Anwendung. Vor allem in volatilen Märkten oder bei wenig liquiden Aktien sorgt es für mehr Transparenz und Sicherheit.

Praktische Beispiele

Beispielsweise bei DAX-Futures an der Eurex werden Preisbewegungen durch tägliche Limits begrenzt, um Marktüberhitzung zu verhindern. Auch Einzelaktien können ein Limit haben, z.B. die Volkswagen-Aktie mit einem täglichen Limit von ±5%. Bei Überschreiten greift die Handelsunterbrechung automatisch.

Ziele und Vorteile

  • Marktstabilisierung: Vermeidung extremer Kurssprünge innerhalb eines Handelstages.
  • Schutz vor Panikverkäufen: Anleger reagieren kontrolliert auf plötzliche Nachrichten.
  • Transparenz: Klar definierte Bandbreite für Kursbewegungen.
  • Schutz vor Manipulation: Limits erschweren gezielte Kursmanipulationen.

Einschränkungen und Kritik

Kritiker bemängeln, dass Limits die natürliche Preisfindung behindern und die Liquidität einschränken können. In extremen Marktphasen kann es zudem zu Verzögerungen kommen, ohne die fundamentalen Ursachen der Volatilität zu beseitigen.

boerse.de-Schlussfolgerung

Das tägliche Kursschwankungslimit ist ein wichtiges Werkzeug zur Stabilisierung von Märkten und zum Schutz der Anleger. Es verhindert extreme Kurssprünge, erhöht die Markttransparenz und unterstützt die Risikominimierung, sollte jedoch im Kontext der Handelsstrategie und Marktbedingungen betrachtet werden.



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