Ein Tiefpunkt bezeichnet in der Finanz- und Börsenwelt den niedrigsten Kursstand eines Wertpapiers, Index oder Marktes innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er ist ein wichtiger Indikator für die Analyse von Marktbewegungen, Trends und potenziellen Kaufgelegenheiten. Der Tiefpunkt zeigt an, zu welchem Kurs ein Wertpapier zuletzt am stärksten gefallen ist, bevor es entweder eine Seitwärtsbewegung oder eine Trendwende einleitet.
Der Tiefpunkt wird oft in technischen Analysen verwendet, um Unterstützungslinien und Wendepunkte zu identifizieren. Wesentliche Merkmale sind:
Die Identifikation von Tiefpunkten hat mehrere strategische Funktionen:
Je nach Betrachtungszeitraum und Analyse können Tiefpunkte unterschiedlich interpretiert werden:
Ein Anleger beobachtet die Siemens-Aktie und stellt fest, dass der Kurs innerhalb eines Monats von 140€ auf 120€ gefallen ist. Dieser Kurs von 120€ stellt den Tiefpunkt des Monats dar. Anhand dieser Information entscheidet der Anleger, ob er die Aktie zu diesem Preis kauft, auf eine Trendwende wartet oder Risiken begrenzt. Der Tiefpunkt gibt ihm somit wertvolle Hinweise für seine Investitionsstrategie.
Ein Tiefpunkt unterscheidet sich von einem Boden:
Ein Tiefpunkt ist ein essenzieller Indikator für die Analyse von Märkten und Wertpapieren. Er hilft Anlegern, unterbewertete Kaufgelegenheiten zu erkennen, Risiken einzuschätzen und Trends zu beurteilen. In Kombination mit Hochpunkten und weiteren Kennzahlen ermöglicht die Analyse von Tiefpunkten eine fundierte Entscheidung über Ein- und Ausstiegsstrategien und ist damit ein zentrales Werkzeug im Portfolio-Management und der technischen Marktanalyse.