Krieg im Nahen Osten (2014)

Im Jahr 2014 erreichte ein altbekannter Konfliktherd der Weltgeschichte eine neue Eskalationsstufe. Die späten Auswirkungen des amerikanischen Kriegs gegen den Terror nach 9/11 und des kurzen arabischen Frühlings seit dem Jahr 2011, führten zu großen Umwälzungen in der Region. Nach dem Aufbegehren gegen die alten Herrscher war die staatliche Ordnung in vielen Ländern teilweise oder ganz zusammengebrochen. Besonders gravierende Auswirkungen hatte der Umsturzversuch in Syrien. Seit die syrische Regierung unter Präsident al-Assad Ende 2011 gewaltsam gegen die Proteste der Opposition vorgegangen war, herrschte in dem Land ein Bürgerkrieg.

Krieg im Nahen Osten
Darauf folgten die wahllose Zerstörung vieler Städte und Dörfer durch Angriffe vom Boden und Bombardierungen aus der Luft. Dieser Krieg der Staatsmacht gegen die eigenen Landsleute war der Nährboden für den Extremismus, der das Land in der Folge heimsuchte. Inmitten des Elends konnte sich eine neue Terrororganisation namens IS aus dem Irak kommend bis an die türkische Grenze ausbreiten. Auch ein militärisches Eingreifen aus der Luft einer internationalen Koalition unter der Führung der USA konnte die Expansion dieses Islamischen Staates nur punktuell aufhalten. Ins Licht der Weltöffentlichkeit rückte dabei das Schicksal der syrischen Grenzstadt Kobane, die über Monate den Angriffen der Terroristen trotzen konnte. Schließlich gelang es  kurdischen Bodentruppen mit Luftunterstützung der US-Streitkräfte die Stadt wieder zu befreien.

Die Aktienmärkte reagierten auf die angespannte Lage an der Grenze Europas nervös bzw. volatil. Das deutsche Leitbarometer DAX kam insgesamt auf Jahressicht nach einem Tiefstand von rund 8.572 Punkten Mitte Oktober nur um 2,7% voran.

Krieg im Nahen Osten 

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