wenn die Tage kürzer werden und sich das Jahr dem Ende zuneigt, rückt Licht traditionell in den Mittelpunkt. Kerzen und beleuchtete Dekorationen sorgen jetzt vielleicht auch bei Ihnen für Gemütlichkeit. Heute gewinnt Licht jedoch auch in einem ganz anderen Zusammenhang an Bedeutung, denn photonische Verfahren spielen innerhalb der Technologiebranche zunehmend eine zentrale Rolle. Besonders deutlich zeigt sich das in der Halbleiterfertigung. Hier führt derzeit an einem Unternehmen kein Weg vorbei:
ASML: Das Nadelöhr der Chipindustrie
Der niederländische Technologie-Champion verfügt über eine praktisch konkurrenzlose Marktstellung im Bereich der EUV-Lithografie. EUV steht dabei für „Extreme Ultraviolet“ und beschreibt ein spezielles Belichtungsverfahren mit sehr kurzwelligem Licht. Mithilfe dieser Technologie wird das Schaltmuster für
Halbleiter auf hauchdünne Siliziumscheiben projiziert. Die Systeme von
ASML ermöglichen Strukturgrößen von nur wenigen Nanometern – das ist rund 20.000-mal feiner als ein menschliches Haar.
Die Maschinen sind unverzichtbar, um moderne Hochleistungschips herstellen zu können. Die Technologie ist so komplex, dass sie bislang von keinem anderen Anbieter beherrscht wird. Daraus ergibt sich eine einzigartige Machtposition: Das Unternehmen kann die Preise in weiten Teilen selbst festlegen, ohne dass die Abnehmer eine realistische Alternative hätten oder durch Konkurrenzangebote Verhandlungsmacht gewinnen könnten. Die Maschinen sind entsprechend extrem teuer – zuletzt lag der Stückpreis der neuesten Gerätegeneration bei nahezu 400 Millionen Dollar.
Auch künftig dürfte
ASML seine starke Position behaupten können, da der technologische Vorsprung kaum aufzuholen ist. Der Champion gehört zum Kerninvestment des
boerse.de-Technologiefonds. In den vergangenen zehn Jahren gewannen die Anteilsscheine von ASML im Mittel 26% per annum an Wert, auf Dreijahressicht legte der Kurs um 68% zu. Der Anteil im Fonds beträgt derzeit 2,08%.
Lumentum: Optische Verbindungen für das KI-Zeitalter
ASML nutzt Licht, damit moderne
Halbleiter überhaupt erst hergestellt werden können. Wie effizient diese Rechenleistung anschließend genutzt wird, hängt jedoch unter anderem davon ab, wie schnell und verlustarm Daten innerhalb großer Rechenzentren übertragen werden. Denn je größer die für
KI ausgelegten Anlagen werden, desto mehr geraten herkömmliche elektrische Verbindungen an ihre Grenzen. Kupferleitungen sind bei extrem hohen Datenraten verlustanfällig, energiehungrig und erzeugen zusätzliche Wärme – ein gravierendes Problem in dicht bestückten GPU-Racks, in denen hunderte Grafikprozessoren parallel arbeiten.
Optische Verbindungen bieten hier die überlegene Lösung. Datenübertragung per Licht ist effizienter, skalierbarer und ermöglicht die extremen Bandbreiten, die moderne KI-Cluster erfordern. Genau in diesem hochspezialisierten Segment ist
Lumentum aktiv, das zum Darwin-Portfolio des
boerse.de-Technologiefonds gehört. Das US-Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern im Bereich optischer Komponenten für Rechenzentren und Telekommunikation. Besonders stark positioniert ist Lumentum bei Transceivern mit kurzer Reichweite (also Bauteilen, die elektrische Signale in optische Signale umwandeln und umgekehrt).
Darüber hinaus produziert das Unternehmen Hochleistungslaser für industrielle Anwendungen. Diese kommen in der Präzisionsfertigung von Produkten mit höchsten Qualitätsanforderungen zum Einsatz, wie etwa in der Automobilherstellung. In den vergangenen drei Jahren legte die Aktie um 453% zu, die aktuelle Gewichtung im
boerse.de-Technologiefonds beträgt 0,29%.
Noch umfassender ist ein weiteres Unternehmen aus dem Darwin-Portfolio aufgestellt:
Coherent: Photonik in voller Bandbreite
Coherent liefert ebenfalls optische Module und Laserkomponenten. Das Unternehmen bedient eine Vielzahl anspruchsvoller Märkte – von der optischen Datenübertragung in Rechenzentren über industrielle Laserverfahren bis hin zu Schlüsselanwendungen in der Halbleiterfertigung. Zum Kundenkreis zählt auch ASML. Besonders hervorzuheben ist die hohe Fertigungstiefe:
Das Unternehmen stellt unter anderem auch wichtige Grundmaterialien selbst her, wie zum Beispiel synthetische Diamanten. Diese kommen in den Lasersystemen von EUV-Anlagen zum Einsatz. Sie schützen empfindliche Bauteile und lassen zugleich intensive Laserstrahlung passieren. Viele Endprodukte enthalten zudem eigens entwickelte Software, die passgenau auf individuelle Kundenanforderungen zugeschnitten ist.
Ein zentraler Wettbewerbsvorteil von Coherent liegt in der hohen Betriebssicherheit seiner Systeme. In kapitalintensiven Industrieprozessen zählen nicht primär die Anschaffungskosten, sondern Zuverlässigkeit und minimale Ausfallzeiten, da bereits kurze Störungen erhebliche Folgekosten verursachen können. Auf Dreijahressicht gewann die Aktie insgesamt 409% an Wert, der Anteil im
boerse.de-Technologiefonds beträgt derzeit 0,43%.
boerse.de-Technologiefonds: ein Fonds für die Schlüsseltechnologien von heute und morgen
Lichtbasierte Technologien prägen heute sowohl industrielle Produktionsprozesse als auch die digitale Infrastruktur und werden künftig weiterhin eine Schlüsselrolle spielen. Mit dem
boerse.de-Technologiefonds können Sie sich an den führenden Unternehmen dieses Sektors beteiligen. Der innovative Ansatz des Fonds besteht aus einem kombinierten Anlagekonzept, das bewährte Technologie-Champions gezielt mit einer breiten Basis potenzieller künftiger Gewinner verbindet:
Drei Fünftel des Fondsvolumens werden in die nach den Kennzahlen der boerse.de-Performance-Analyse in der Vergangenheit erfolgreichsten Technologie-Aktien der Welt investiert. Zwei Fünftel fließen in mehr als 500 weitere Werte, um auch bei den möglichen Champions von morgen frühzeitig dabei zu sein. Mit der Zeit erhalten dabei die performancestärksten Technologietitel den höchsten Depotanteil. Detaillierte Informationen zur Methodik können Sie im
White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“ nachlesen, das hier kostenfrei heruntergeladen werden kann.
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Maurice Beaunesse
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH
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