Arbeit gegen Altersarmut? Immer mehr Rentner sind erwerbstätig

Donnerstag, 21.09.23 16:47
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die meisten Menschen verbinden mit dem Begriff „Ruhestand” vermutlich Positives wie Freizeit, Reisen, Genuss oder Familienleben. Doch die Realität für deutsche Rentner sieht anders aus. Laut aktuellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums sind derzeit 1.123.000 Arbeitnehmer über 67 Jahre alt und haben somit das reguläre Renteneintrittsalter überschritten. Damit seien aktuell 56.105 Senioren mehr in Beschäftigung als noch Ende des vergangenen Jahres.

Die Zahl der aktuell arbeitenden Rentner setzt sich zusammen aus 251.000 sozialversicherungspflichtig sowie 872.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigten. Das bedeutet: Die überwiegende Mehrheit geht einem sogenannten 520-Euro-Mini-Job nach. Also einer Nebentätigkeit, die vermutlich in vielen Fällen kein „Hobby” ist, sondern eine Notwendigkeit, um die Rentenlücke zu schließen.

Hohe Inflation, niedrige Renten



Manche Politiker fordern darauf basierend eine Anhebung des Rentenniveaus auf „mindestens 53 Prozent“ – von derzeit etwa 48 Prozent. Aber ob das reichen würde, um betroffene Senioren vor der Altersarmut zu bewahren? Wahrscheinlich nicht. Denn zum einen geht ebenfalls aus Daten des Bundesarbeitsministeriums hervor, dass nach jetzigem Stand 9,3 Millionen von den derzeit rund 22 Millionen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten im Alter eine monatliche Rente von weniger als 1500 Euro erhalten werden.

Angesichts steigender Wohn-, Versicherungs- und Lebenshaltungskosten dürfte dieser Betrag bei vielen nicht zur Finanzierung eines entspannten Lebensabends ausreichen. Zum anderen lässt eine grundlegende Rentenreform auf sich warten. Denn Vorschläge bzw. Gesetzentwürfe wie eine Anhebung des Mindestlohns oder die viel diskutierte „Aktienrente” werden vermutlich keine spürbare Verbesserung für Senioren mit sich bringen.

Schon heute für morgen vorsorgen



Um eine private Altersvorsorge kommt also fast keiner herum. Dabei gilt: je früher, desto besser. Denn wenn eine Rentenlücke in jungen Jahren erkannt wird, gelingt es eher, die noch fehlenden Mittel durch eine rentable und langfristig ausgerichtete Anlagestrategie zu beschaffen. Außerdem profitieren jüngere Investoren maßgeblich vom Zinseszinseffekt. Also von Zinsen, die auf zuvor verdiente Zinsen anfallen. Das bedeutet: Die einmal erzielten Erträge erwirtschaften über viele Jahre kontinuierlich wieder neue Erträge, wenn sie reinvestiert werden. Gleiches gilt übrigens auch für Dividenden, die in thesaurierenden Fonds wie bspw. dem boerse.de-Dividendenfonds für passives Einkommen automatisch reinvestiert werden können.

Eine pauschale Empfehlung, wie viel Geld wann und wie angelegt werden soll, ist nicht möglich, da die individuellen Lebensumstände und Ziele eine Rolle spielen. Aber es macht fast immer Sinn, in einen Fonds-Sparplan einzuzahlen, wobei Anlagezeitraum und monatliche Sparrate auf den persönlichen (Familien-)Haushaltsplan abzustimmen sind. Denn Fonds, wie der bereits erwähnte boerse.de-Dividendenfonds, der boerse.de-Aktienfonds oder der boerse.de-Weltfonds speziell für den Ruhestand, der das Ziel risikoreduzierter Aktienmarktrenditen verfolgt, sind eine niedrigschwellige, flexible und diversifizierte Option für den Vermögensaufbau – und bieten somit die Chance auf einen finanziell entspannten Lebensabend.

Auf gute Investments!

Ihr

Markus Schmidhuber
Content Manager

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Markus Schmidhuber ist seit 2010 Content Manager bei boerse.de – dem ältesten Finanzportal Europas und mit über einer Million monatlicher Nutzer eines der führenden Börsenportale. In dieser...


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