Mit Aktien vom Index DAXplus Family 30 Wohlstand und Reichtum auch für Sie

Freitag, 27.12.19 14:04

Was macht denn eigentümergeführte Unternehmen mit dem Erfinder- und Entdecker-Gen zahlreicher Chefs so erfolgreich?

Familienfirmen als Herz des deutschen Mittelstands behaupten sich sogar als Weltmarktführer in ihren Marktnischen. Die ideenreichen Firmengründer richten ihr auf Angehörige, Mitarbeiter und Kunden ausgelegtes Geschäftsmodell meist langfristig aus, Keine dieser Familienfirmen startete als Dickschiff. Sie waren dafür aber ausgestattet mit dem Erfinder- und Entdecker-Gen. Auch Apple, Google, Microsoft, Facebook, Amazon, Netflix und NVIDIA begannen nicht als Giganten. Sie schufen ihr Imperium im Laufe der Jahre, getrieben von Ideen, Mut, Begeisterung, Elan, Kampfkraft. Nichts für Angsthasen, sondern für kreative Köpfe mit Gespür für neue Trends in Zukunftsmärkten.

Die besten deutschen eigentümergeführten Unternehmen wirtschaften verlässlich. Sie erhöhen Umsatz und Ertrag, sodass Zukunftssorgen, sofern die Nachfolge geregelt ist, kaum aufkommen. Die 50 größten eigentümergeführten Unternehmen erzielen Umsätze von tausend Milliarden Euro. Die in Deutschland tätigen 4.500 Familienfirmen mit mindestens 50 Millionen Jahresumsatz sind Arbeitgeber für ein Fünftel der Beschäftigten.

Familienunternehmen ermöglichen einen sozialverantwortlichen Kapitalismus auch im Kampf gegen Erderwärmung durch den drohenden Klimawandel mit erhöhtem CO2-Ausstoß. Ziel sind nicht gute Quartalsberichte, sondern dauerhafte Erfolge, um langfristig zu überleben. Jedoch können sich Nachfolgeprobleme belastend auswirken: weniger Nachwuchs, andere Ziele.

  • Der von der Deutschen Börse installierte deutsche Index DAXplus Family 30 bringt die vier DAX-Titel Fresenius, Henkel, Merck und SAP.
  • Vom TecDAX schmücken mit Bechtle, Carl Zeiss Meditec, CompuGroup, ISRA Vision, Nemetchek, Software AG und United Internet sieben Aktien den Familienfirmenindex.
  • Ohne die TecDAX-Doppelnotiz (sechs Titel) sind vom MDAX mit CTS Eventim, Dürr, Fielmann, Grenke, Rational, Rocket Internet und Symrise hier ebenfalls sieben Konzerne gelistet.
  • Vom SDAX prägen mit Adva, Corestate, Eckert & Ziegler, Hypoport, Krones, Patrizia, Rhön-Klinikum, SIXT, SMA Solar, Ströer und Wacker Neuson elf Gesellschaften das Gesicht vom DAXplus Family 30. Hinzu kommt das Doppellisting von Isra Vision.


Die Gründerfamilie muss in Deutschland zumindest einen 25-prozentigen Stimmrechtanteil halten oder dem Vorstand bzw. Aufsichtsrat angehören.
Dabei wird ein Stimmrechtsanteil von 5 % vorausgesetzt. Die bislang besten zwei Jahre vom DAXplus Family waren 2013 mit 32 % und 2015 mit 31 %.

Der Index DAXplus Family 30 hätte es wahrhaftig verdient, in der Wirtschafts- und Börsenpresse abgebildet zu werden. Wohin ich auch schaue: Kein Wirtschafts- und Börsenmagazin bildet die Kursentwicklungen ab. Auch die Internet-Infos sind dünn gesät. Freilich währt auch der Erfolg von den großen Familienkonzernen nicht ewig. Vom ersten deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck soll der Ausspruch stammen: „Die erste Generation verdient das Geld. Die zweite verwaltet das Vermögen. Die dritte studiert Kunstgeschichte. Und die vierte verkommt vollends.“

Der Technologieinvestor Frank Thelen, berühmt geworden durch die Fernsehserie „Die Höhle der Löwen“, gibt mit Rückblick auf die früheren Haudegen zu bedenken: „Was bisher den Erfolg deutscher Unternehmen auszeichnete, waren Fleiß, Genauigkeit und harte, ausdauernde, ehrliche Arbeit. Heute geht es mehr denn je um den Mut, Fehler zu machen, und die Bereitschaft, groß zu denken und ihre Erfindungen aus den Laboren und Forschungsinstituten zu weltweitem Erfolg zu führen.“ Wichtiger als Reichtum muss auch für heutige Firmengründer das Ziel sein, ein überlebensfähiges Reich zu schaffen und die sich bietenden Zukunftschancen mutig zu nutzen.

Für all diese Pläne bildet der DAXplus Family 30 die genau richtige Grundlage auch für Privatanleger, die besten Aktien herauszupicken. Hier sind die wichtigsten Zukunftsmärkte vertreten.

Der Index DAXplus Family bildet die 30 größten deutschen Familienfirmen aus DAX, MDAX, TecDAX, SDAX ab und wird fortlaufend angepasst. Meine Auswahl bringt 10 Titel, ergänzt um die VARTA-Aktie vom GEX.

Lassen Sie sich von Untergangspropheten, die einen Börsencrash voraussagen, nicht verunsichern. Legen Sie langfristig an. Am schnellen Rein und Raus verdienen Börse, Broker, Banken und geldgierige Gurus. Es kommt nicht nur auf Kursgewinne an. Viele nachhaltig wirtschaftende Familienfirmen zahlen üppige Dividenden. Ein willkommener Ersatz für abgeschaffte Guthabenzinsen. Gilt dies auch für Sie? Gut schlafen wegen Aktien statt trotz Aktien!



Frage: Wissen Sie, warum der Familienindex so gut abschneidet, obwohl ihn fast niemand kennt? Es sind die bekannten und begehrten Aktien der erfolgreichen Familienfirmen, die gekauft werden und im DAX, TecDAX, MDAX oder SDAX gelistet sind. Deshalb gibt es auch zahlreiche ETFs und Aktienfonds, bei denen diese Aktien wesentliche Anteile ausmachen.

Niemand berichtet über den Daxplus Family 30. Weder in der Wirtschaftspresse, noch in Börsenmagazinen ist er zu sehen. Gäbe es endlich über ihn regelmäßige Kommentare, wäre das Echo noch größer. Dass der DAXplus Family trotz Ignoranz in den Medien so eindrucksvoll siegt, liegt daran, dass zwar kaum jemand weiß, wer familiengeführt ist, aber Fondsmanager und Anleger bevorzugt in beste Aktien investieren. Und dies sind meist nachhaltig wirtschaftende Familienfirmen.

Wer in diesem Jahr 2019 ordentliche Veräußerungsgewinne erzielt und seinen pauschalen Sparer-Freibetrag von immerhin 801 Euro und bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren von 1.602 Euro abgearbeitet hat, kann bis zum 30. Dezember 2019 noch den Steuerausgleich für Aktienverluste nutzen.

Versteuerte Aktien-Veräußerungsgewinne dürfen nicht in das nächste Kalenderjahr übernommen werden. Fallen die Veräußerungsgewinne dürftig aus oder gibt es sie gar nicht, so sollten Sie Ihre „Schrotthaufen“ erst im nächsten Jahr verkaufen. Der Steuerausgleich für Aktienverluste von 25 % Abgeltungsteuer, Solidarzuschlag und Kirchensteuer, falls Mitgliedschaft, ist mit insgesamt 27 bis 28 Prozent nicht zu verachten.



Beate Sander startete ihre Börsenkarriere erst im Alter von 59 Jahren und wurde wenige Jahre später Börsen-Millionärin. Sie war eine gefragte Kolumnistin, Moderatorin und Interviewpartnerin und...


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