MUL-L.C.T.R./C.COM.CRB TR
WKN: LYX0Z2
ISIN: LU1829218749
Region: Sonstiges
Sektor: Sonstiges
30,37 EUR 0,21  EUR 0,69  %
15:09:30 L&S RT
Komplette Navigation anzeigen

Rohstoff ETF: In einem gut diversifizierten Portfolio sollten Rohstoffe auf keinen Fall fehlen!

Mittwoch, 30.06.21 12:01
Newsbild
Bildquelle: fotolia.com
Kulmbach (www.fondscheck.de) - Carsten Stork vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Analyse den Rohstoff ETF (ISIN: LU1829218749, WKN: LYX0Z2) unter die Lupe.

Das Ende des letzten Rohstoff-Booms sei mit dem Start der Finanzkrise 2008 eingeleitet worden. Im Jahr 2021 angekommen, sei die Situation inzwischen eine völlig andere: Seit Ausbruch der Pandemie hätten viele Rohstoffe mehrjährige Höchststände erreicht. Die Frage laute nun: Stünden wir vor einer strukturellen Veränderungen der Weltwirtschaft und damit vor einem weiteren Boom in den Rohstoff-Märkten?

Stark ansteigende Inflation

Erstmals seit den Vorkrisenjahren vor 2008 bereite der Rohstoff-Boom den Zentralbanken Inflationssorgen. Die starken Kursanstiege hätten bereits politische Auswirkungen, geeignete Gegenmaßnahmen seien nach dem FED-Meeting vor zwei Wochen vorerst nicht bekanntgegeben worden. Vor allem der stark gestiegene Rohölpreis beunruhige viele Marktteilnehmer. Bemerkenswert, wenn man bedenke, dass der Kurs des Futures vor etwas mehr als einem Jahr erstmals in seiner Geschichte negativ notiert habe. Der hohe Preis verschiebe das Kräfteverhältnis im Markt zugunsten von Ländern wie Saudi Arabien und Russland. Für die immer "grüner" werdende Politik weltweit bedeute die Entwicklung vor allem eines: Steigende Rohstoffpreise würden den Wechsel hin zu einer klimafreundlicheren Politik verteuern. Experten würden einen Anstieg des Erdölpreises auf 100 USD pro Barrel bereits für möglich halten.

China kündige Interventionen an

Die Volksrepublik China, einer der größten Abnehmer von Rohstoffen, habe kürzlich bekanntgegeben, Maßnahmen gegen die steigenden Preise zu ergreifen. Das habe den Kupferpreis unter Druck gebracht, der seit seinem Mehrjahreshoch am 10. Mai bei 488,60 US-Cent um fast 15% eingebrochen sei. Anders als zu Beginn der 2000er Jahre hätten China und die USA dasselbe Dilemma: Beide Nationen würden über ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen verfügen, das den permanenten Ausbau der Infrastruktur erfordere und damit den Kauf von notwendigen Rohstoffen unumgänglich mache.

Unternehmen würden mit steigenden Lohnkosten konfrontiert

Auch Löhne und Gehälter für Fachkräfte würden steigen. Während des Lockdowns großzügig subventionierte "Kurzarbeit" habe in vielen Branchen dazu geführt, dass sich unmittelbar Betroffene mit dem zufrieden gegeben hätten was sie von Staat bekommen hätten oder sie hätten sich bereits umschulen lassen. Unternehmen würden also deutlich höhere Personalkosten haben um geeignete Mitarbeiter zu finden. Auch das heize die Inflation an.

Der Konsument werde verlieren

"Des einen Freud, des anderen Leid": Für den Konsumenten bedeute der Rohstoffboom zunächst steigende Preise bei (noch) negativen Realzinsen. Momentan würden die Preiserhöhungen größtenteils noch nicht an den Endverbrauer weitergegeben. Das sei aber nur eine Frage der Zeit. Unternehmen wie Unilever und Nestle hätten bereits angekündigt, dass Preiserhöhungen anstehen könnten. Soweit müsse man jedoch gar nicht ausholen: Die einfachsten Beispiele der unmittelbaren Auswirkungen würden sich bereits im Privatbereich finden lassen. Die Kosten für den privaten Hausbau, aber auch Preise für Gebrauchtwagen und Nahrungsmittel seien zuletzt stark angestiegen.

Der Rohstoff-Investor sei überzeugt, dass wir vor einer längerfristigen Veränderung der Märkte stünden. In einem gut diversifizierten Portfolio sollten Rohstoffe auf keinen Fall fehlen. Die Quote sollte laut Experten zwischen 5 und 10% betragen. (30.06.2021/fc/a/e)



Quelle: aktiencheck