Zertifikat auf WANT-Index: Turbulenzen um Alibaba, Tencent & Co - WANT‑Index hält sich wacker - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 08.07.21 12:20
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
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Kulmbach (www.zertifikatecheck.de) - Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär" stellt Index-Tracker-Zertifikat (ISIN DE000DA0AAZ1 / WKN DA0AAZ) von Alphabeta Access Products Ltd. auf den WANT-Index (ISIN DE000SL0DLY5 / WKN SL0DLY) vor.

Der seit Monaten schwelende Streit zwischen der Staatsführung in China und mehreren im Ausland an der Börse gehandelten chinesischen Unternehmen habe sich zuletzt verschärft. Eine deutlich strengere Kontrolle dürfte die Kapitalbeschaffung aufstrebender Firmen aus China erschweren. Die im WANT-Index enthaltenen Unternehmen Weibo, Alibaba, NetEase und Tencent seien derweil unterschiedlich stark betroffen.

Die neuen Regeln der chinesischen Regierung würden besonders auf "Datensicherheit, grenzüberschreitenden Datenfluss und die Verwaltung vertraulicher Informationen" zielen, heiße es in einem Dokument des Staatsrates in Peking. Auch sollten künftige Börsengänge eigens genehmigt werden müssen.

Hintergrund sei die Sorge der Regierung, dass im Ausland gehandelte chinesische Unternehmen von den dortigen Behörden gezwungen werden könnten, ihre wachsenden Datenmengen zur Verfügung zu stellen. Auch wolle Chinas Wertpapieraufsicht bisherige regulatorische Schlupflöcher schließen, die chinesische Tech-Riesen benutzt hätten, um über Beteiligungsgesellschaften in Steuer-Paradiesen wie den Cayman Islands oder den British Virgin Islands auf das Börsenparkett in den USA oder in Hongkong zu gehen. Künftig solle eine Erlaubnis beantragt werden müssen.

Einige Aktienkurse - etwa der gerade erst an die Börse gegangene Mitfahrdienst DiDi - seien in den vergangenen Tagen kräftig unter Druck geraten. Auch der WANT-Index habe zwischenzeitlich Federn lassen müssen, habe sich aber wieder gefangen.

Im WANT-Index seien die vier großen China-Aktien Weibo, Alibaba, NetEase und Tencent in einer weitgehend gleichen Gewichtung zusammengefasst. Der Kurznachrichtendienst Weibo liege derzeit mit 26,8 Prozent an der Spitze.

Der Weibo-Kurs habe in den vergangenen Tagen mit einem satten Kurssprung von den Gerüchten profitiert, dass Vorstand Charles Chao in Gesprächen mit Investoren sei, um den Konzern von der Börse zu nehmen. Aktionäre würden in dem Fall mit einem satten Aufschlag abgefunden. Die Weibo-Aktie verzeichne auf Vier-Wochen-Sicht eine Performance (in Euro) von plus 22,5 Prozent.

Selbst das Papier von Online-Handelsriese Alibaba habe in den vergangenen vier Wochen gerade einmal 2,4 Prozent verloren. Seit Mitte Juni betreibe Alibaba zwei weitere Store-X-Filialen. Dabei handle es sich um eine hochmoderne Hypermarkt-Kette. Vergangenen Oktober habe der erste Store X in Schanghai eröffnet und es bereits nach zwei Monaten in die Profitabilität geschafft.

Bis Ende des Jahres wolle Alibaba insgesamt elf Märkte dieser Art betreiben, in denen Kunden gegen Mitgliedschaft überwiegend zu Großhandelspreisen einkaufen könnten. Damit reagiere der E-Commerce-Konzern unter anderem schon jetzt darauf, dass Familien in China künftig bis zu drei Kinder haben dürften.

Die Tencent-Aktie habe in den vergangenen vier Wochen mit knapp zehn Prozent am meisten der vier China-Werte eingebüßt. Der Internet-Gigant sei einer der großen Investoren des Fahrdienstleisters DiDi.

Zudem würden Berichte kursieren, dass die DouYu-Übernahme durch Huya, einem von Tencent mehrheitlich kontrollierten Game-Streaming-Dienst, nicht die nötige Zustimmung der chinesischen Wettbewerbsbehörden bekommen dürfte.

Der Regulierungsdruck und die damit verbundene Unsicherheit würden sich alles in allem im WANT-Index in Grenzen halten. Die Mischung der vier großen China-Werte wirke. Alibaba, Tencent und Co seien Top-Firmen mit einer großen Zukunft. Eine alte Börsenregel besage zudem: Kaufen, wenn die Kanonen donnern würden. Diese könnte auch in der aktuellen China-Auseinandersetzung greifen.

Anleger könnten mit dem neuen Index-Tracker-Zertifikat an der Entwicklung des WANT-Index bequem eins zu eins partizipieren.

(Mit Material von dpa-AFX)

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Quelle: aktiencheck


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17.09.21
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