Die Geldmenge bezeichnet die gesamte Menge an Geld, die in einer Volkswirtschaft zur Verfügung steht. Sie umfasst Bargeld, Sichteinlagen, Spareinlagen und andere kurzfristig verfügbare Mittel. Die Geldmenge ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Aktivität und wird von Zentralbanken überwacht, da sie direkten Einfluss auf Inflation, Zinsen, Investitionen und das Wirtschaftswachstum hat. Ein ausgewogenes Wachstum der Geldmenge ist entscheidend, um Geldwertstabilität zu gewährleisten und eine gesunde Wirtschaftsentwicklung zu fördern.
Die Geldmenge wird in verschiedene Aggregate unterteilt, um unterschiedliche Liquiditätsgrade zu berücksichtigen:
Die Geldmenge beeinflusst verschiedene Aspekte der Wirtschaft:
Zentralbanken, wie die Europäische Zentralbank (EZB), steuern die Geldmenge mithilfe verschiedener Instrumente:
In Deutschland wächst die Geldmenge M3 seit Jahren kontinuierlich, was auf steigende Einlagen bei Banken und wachsende Kreditvergabe zurückzuführen ist. Ein Anleger, der Aktien wie die Siemens AG kauft, profitiert indirekt von einem höheren Geldvolumen, da mehr Liquidität am Markt die Nachfrage nach Wertpapieren erhöhen kann. Gleichzeitig beobachten Investoren die Geldmenge als Indikator für zukünftige Inflation und Zinsentwicklungen.
Die Geldmenge ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Lage und die Geldpolitik. Sie gibt Aufschluss darüber, wie viel Geld in einer Volkswirtschaft verfügbar ist und wie liquide die Märkte sind. Durch die gezielte Steuerung der Geldmenge können Zentralbanken Preisstabilität und Wirtschaftswachstum fördern. Für Anleger ist die Beobachtung der Geldmenge wichtig, da sie mittelbar Einfluss auf Zinsen, Inflation, Investitionsentscheidungen und die Entwicklung von Aktien und anderen Finanzinstrumenten hat.