Schuldverschreibung

Was ist Schuldverschreibung?

Eine Schuldverschreibung ist ein festverzinsliches Wertpapier, das von einem Unternehmen, einer Bank oder einem Staat ausgegeben wird, um sich Kapital zu beschaffen. Im Kern handelt es sich dabei um ein Schuldanerkenntnis des Emittenten gegenüber dem Käufer der Schuldverschreibung. Der Käufer gewährt dem Emittenten ein Darlehen und erhält im Gegenzug regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung des Nominalbetrags am Ende der Laufzeit.

Arten von Schuldverschreibungen

Schuldverschreibungen lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen:

  • Staatsanleihen: Schuldverschreibungen, die von nationalen Regierungen ausgegeben werden, beispielsweise deutsche Bundesanleihen.
  • Unternehmensanleihen: Von Unternehmen emittierte Papiere, wie etwa Anleihen großer deutscher Konzerne. Ein Beispiel könnte die Siemens-Aktie als Bezugspunkt für Unternehmensfinanzierungen sein, die auch Unternehmensanleihen begleiten.
  • Pfandbriefe: Schuldverschreibungen, die durch Immobilien oder öffentliche Kredite gedeckt sind und besonders als sicher gelten.

Funktionsweise einer Schuldverschreibung

Beim Kauf einer Schuldverschreibung verpflichtet sich der Emittent, dem Anleger während der Laufzeit einen festen Zinssatz zu zahlen, der als Kupon bezeichnet wird. Am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung des Nennwerts. Der Kurs einer Schuldverschreibung kann dabei über oder unter dem Nominalwert liegen, abhängig von Zinsniveau, Bonität des Emittenten und Marktnachfrage.

Beispiel: Ein Anleger erwirbt eine Schuldverschreibung mit einem Nennwert von 1.000 Euro und einem jährlichen Kupon von 3 %. Jährlich erhält er 30 Euro Zinsen, und nach Ablauf von zehn Jahren bekommt er die 1.000 Euro zurück.

Vorteile und Risiken

Schuldverschreibungen gelten als vergleichsweise sichere Anlageform, insbesondere wenn sie von Staaten oder großen Unternehmen emittiert werden. Dennoch bestehen Risiken:

  • Kreditrisiko: Der Emittent könnte zahlungsunfähig werden und Zinszahlungen oder Rückzahlung nicht leisten.
  • Zinsrisiko: Steigen die Marktzinsen, fällt der Kurs bestehender Schuldverschreibungen, da deren feste Verzinsung unattraktiver wird.
  • Liquiditätsrisiko: Bei speziellen Unternehmensanleihen kann der Handel am Sekundärmarkt eingeschränkt sein.

Beispiele in der Praxis

Staatsanleihen Deutschlands, Unternehmensanleihen großer DAX-Konzerne oder Pfandbriefe zählen zu den bekanntesten Schuldverschreibungen. Sie werden sowohl von institutionellen Anlegern als auch von Privatanlegern als Instrument zur Diversifikation und Kapitalanlage genutzt. Insbesondere langfristige Staatsanleihen dienen als Referenz für das Zinsniveau am Kapitalmarkt.

boerse.de-Schlussfolgerung

Die Schuldverschreibung ist ein zentrales Finanzinstrument für die Kapitalbeschaffung und zugleich eine beliebte Anlageform. Sie verbindet planbare Zinszahlungen mit der Aussicht auf Kapitalrückzahlung, birgt aber auch spezifische Risiken wie Kredit- und Zinsrisiko. Für Anleger bietet sie eine Möglichkeit, Rendite bei überschaubarem Risiko zu erzielen, insbesondere in Verbindung mit einer ausgewogenen Portfolio-Struktur.



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