Der Fall Wirecard zeigt Schwächen des Dax-Konzepts auf

Montag, 22.06.20 16:15
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, 

praktisch täglich werden neue Facetten im Drama um Wirecard entdeckt. Nachdem das Dax-Mitglied die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019 mehrmals verschieben musste, kam nun das schockierende Eingeständnis, dass die bisher als Aktivposten in der Bilanz auf Treuhandkonten bei asiatischen Banken ausgewiesenen 1,9 Milliarden Euro offenbar überhaupt nicht existieren. Damit sind die vorläufigen Geschäftsergebnisse für 2019 wohl nur Schall und Rauch. Entsprechend befindet sich die Wirecard-Aktie im freien Fall, wobei allein in den vergangenen drei Handelstagen rund 85% des Börsenwertes in Luft aufgelöst wurden. Dennoch:

Trotz dieses massiven Kursabsturzes, des fehlenden Testats für den Jahresabschluss und der himmelschreienden Ungereimtheiten um die Existenz bzw. den Verbleib der 1,9 Milliarden Euro bleibt Wirecard – zumindest vorläufig – weiterhin im Dax. Denn der jüngste außerordentliche Termin für die Anwendung der Fast-Exit-Regel Anfang Juni ist bereits verstrichen, der nächste (ordentliche) Anpassungstermin findet erst im September statt. Damit tritt durch den Fall Wirecard eine wesentliche Schwäche in der Dax-Konzeption deutlich zu Tage. Konkret:

Sowohl für die Aufnahme als auch für das Ausscheiden geben laut Dax-Regelwerk ausschließlich die Streubesitz-Marktkapitalisierung und der Börsenhandelsumsatz den Ausschlag. Als Ausnahmen für ein Abweichen von den Quartalsterminen sind nur drei Fälle vorgesehen: die Insolvenz, die Übernahme durch ein anderes Unternehmen und das Sinken des Streubesitzes unter zehn Prozent. Verschwundene Milliarden, ein fehlender Jahresabschluss und ein 85%-Kursabsturz binnen drei Tagen zählen nicht dazu. Das heißt:

Die Konstruktion des Dax führt dazu, dass Wirecard dem Index wahrscheinlich noch monatelang als Ballast erhalten bleibt. Dabei entpuppen sich rund ein Drittel der Dax-Mitglieder als langfristige Kapitalvernichter. So z.B. RWE und E.ON, die seit dem Jahrtausendwechsel 20% bzw. 29% an Wert verloren haben. Daimler notiert heute rund 53% tiefer als Ende 1999 und bei der Deutschen Telekom und der Deutschen Bank beträgt das Minus sogar 78% bzw. 87%. Doch es gibt bessere Alternativen zu Indizes wie Dax & Co:

Beim BCDI-Indexkonzept erfolgt die Aktienauswahl ausschließlich nach Qualitätskriterien. So umfasst der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) zehn europäische Top-Champions, die sich durch solide Geschäftsmodelle, starke Marken und dadurch dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. An der Börse resultieren daraus eine hohe Gewinn-Konstanz, unterdurchschnittliche Rückschläge in Börsenschwächephasen und eine langfristige Outperformance. So hat der BCDI, in den Anleger über das von der UBS emittierte BCDI-Zertifikat (WKN UF1BAC) investieren können, seit dem Börsenstart im Juli 2014 um 62,7% bzw. 8,5% p.a. zugelegt. Damit wurden sämtliche europäischen Vergleichsindizes klar outperformt. Gegenüber dem zweitbesten Europa-Index, dem Stoxx Europe 600 NR, der ebenso wie der Dax 25,4% bzw. 3,9% p.a. gewann, beträgt der BCDI-Vorsprung 147% bzw. 118% p.a. Im Schnitt verbesserten sich die europäischen Vergleichsindizes im gleichen Zeitraum nur um 12,7% bzw. 2,0% p.a., während der FTSE 100 sogar 6,7% verlor.

Seit Oktober 2019 steht mit dem BCDI USA, der die Wertentwicklung von zehn US-amerikanischen Top-Champions abbildet, die Indexalternative zu Dow Jones und S&P 500 zur Verfügung. Anleger partizipieren am BCDI USA über das von Vontobel herausgegebene BCDI-USA-Zertifikat (WKN VE3BAC). Und jetzt gibt es auf vielfachen Wunsch auch eine qualitätsorientierte Indexalternative zu Dax & Co. In den neuen BCDI Deutschland, der zehn Top-Champions aus Deutschland umfasst, kann über das von Vontobel emittierte BCDI-Deutschland-Zertifikat (WKN VE7BAC) investiert werden.

Indexanleger finden alle Informationen zur erfolgreichen BCDI-Familie unter www.bcdi.de.

Und wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, sollten Sie sich den boerse.de-Aktienfonds (ausschüttend WKN A2AQJY, thesaurierend WKN A2PZMR) anschauen. Hier können Sie sich mit einer einzigen Order gleich 33 Vermögensaufbau-Champions wie amazon.com, Berkshire Hathaway, McDonald’s, Nestlé oder Unilever ins Depot holen. Alle Informationen zum boerse.de-Aktienfonds finden Sie unter www.boerse-Aktienfonds.de bzw. im kostenlosen boerse.de-Special „Vermögensaufbau – Denn gegessen, getrunken und geputzt wird immer!“
 
Herzliche Grüße
 
Oliver A. Garn
Geschäftsführer boerse.de-Vermögensverwaltung GmbH
Als Geschäftsführer der boerse.de Vermögensverwaltung GmbH verantwortet Oliver Garn die BCDI-Strategie, die Kundenkommunikation und alle internen Bereiche. Mit mehr als 15 Jahre Berufserfahrung als...
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