IPO’s 2019: Diese 3 Unternehmen könnten im zweite Halbjahr an die Börse gehe

Freitag, 09.08.19 15:38
NYSE-Gebäude mit UBER-Flagge
 
Neuemissionen sind für manche, risikofreudige, Börsianer sowas wie ein Silberstreif am Horizont. Denn wenn Dax- oder Dow-Werte “nichts mehr bringen”, könnten Börsenneulinge doch vielleicht für Stimmung auf dem Parkett sorgen? Natürlich wissen boerse.de-Leser, dass Champions, also Aktien die sich langfristig überdurchschnittlich entwickeln, “immer Saison haben” und somit die erste Wahl bei der Vermögensbildung sind. Trotz besseren Wissens (und Gewissens) lassen sich manche Anleger jedoch auf ein Aktien-Abenteuer ein und zeichnen IPO’s. Mit unterschiedlichen Resultaten:

IPO-Bilanz 2019
Von den drei Börsengängen (Uber, Lyft und Airbnb), die ich Ihnen im April vorgestellt habe, sind zwei misslungen und einer wurde verschoben. Der Fahrdienstvermittler Uber enttäuscht Anleger sowohl mit schwachen Geschäftszahlen, als auch einem Aktienkurs nahe des Ausgabepreises. Konkurrent Lyft entwickelte sich gar zum Kapitalvernichter: seit dem Börsengang im März 2019 verlor die Aktie -25 Prozent an Wert. Und Zimmervermittler Airbnb? Lässt sich Zeit und kommentierte: „Wir werden etwas später im Jahr bereit sein – ab dann können Sie jederzeit mit einem Börsengang rechnen.“

Doch wie ist es jetzt um den IPO-Dauerbrenner Airbnb bestellt und welche zwei weiteren Börsen-Novizen könnten schon bald ihr Debüt auf dem Parkett feiern?

3 Börsengänge fürs zweite Halbjahr

Airbnb
Was lange währt, wird endlich gut? Der seit über einem Jahr anvisierte Börsengang des Zimmervermittlers kennt - wie bereits erwähnt - kein genaues Datum. Wenn es soweit ist, können sich Interessenten allerdings auf einen hochspannenden IPO freuen! Airbnb ist bereits in 100.000 Städten aktiv und bietet sechs Millionen Unterkünfte in 191 Ländern an. Eine ernstzunehmende Konkurrenz für die traditionellen Bettenhochburgen. Auch soll das Unternehmen mittlerweile finanziell gesund sein und profitabel arbeiten. Der Wert von Airbnb wird auf etwa 35 Milliarden Dollar geschätzt.

WeWork (jetzt: WeCompany)
Ein weiterer Kandidat aus dem “Shared Economy”-Segment ist WeWork. Das mit 45 Milliarden Dollar bewertete Unternehmen will Gerüchten zufolge im Herbst an die Börse gehen. WeCompany’s (derzeit noch defizitäres) Geschäftsmodell besteht darin, Büroflächen in begehrten Lagen anzumieten, einzurichten und einzelne Arbeitsplätze im “Co-Working-Office” für durchaus knackige Preise unterzuvermieten. Der Erfolg muss sich jedoch erst noch einstellen: WeCompany schrieb im vergangenen Geschäftsjahr tiefrote Zahlen.

Ottobock
Shared Economy? New Economy? Nichts dergleichen: das bereits 1919 gegründete Unternehmen ist der weltgrößte Prothesenhersteller mit Sitz in Duderstadt. Ob der Börsengang der Ottobock GmbH noch 2019 oder erste 2020 stattfindet, ist derzeit unklar. Klar ist jedoch: das Unternehmen mit den drei Geschäftsbereichen Healthcare (Prothesen), Mobility Solutions (Rollstühle) und Kunststoff (technische Gele, Vorprodukte für die Automobilindustrie) ist in hervorragender Verfassung. 2018 war das beste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte und aufgrund des demographischen Wandels könnten die Medizintechniker auch in den kommenden Jahren “gesunde” Ergebnisse erzielen, von denen Aktionäre profitieren würden.

Jede Neuemission - so spannend sie auch sein mag - bleibt ein riskantes Unterfangen. Es spricht nichts dagegen, ein bisschen “Spielgeld” in IPO’s zu stecken, so lange Ihre langfristige Vermögensplanung auf einer soliden Basis steht. Champions-Aktien die, im Gegensatz zu Börsenneulingen, mit einer mindestens zehnjährigen, erfolgreichen Kurshistorie, geringen Rücksetzern punkten. Wenn auch Sie in Zukunft vom Erfolgskonzept “Champions-Aktien” profitieren wollen, können Sie den aktuellen boerse.de-Aktienbrief kostenlos herunterladen. Darin stellen wir Ihnen alle 100 Champions-Aktien vor.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

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