nachdem das aktuelle Jahr nun schon fast abgeschlossen ist, ist es für mich Zeit für einen ersten Jahresrückblick. Ich befinde mich gerade mal wieder auf der Rückreise aus Hamburg und habe auf der Zugfahrt schön Zeit, das aktuelle Jahr Revue passieren zu lassen. Aus dem Blickwinkel eines Aktienanlegers war es alles andere als ein leichtes Jahr, auch wenn es der ein oder andere Anleger anders empfunden haben mag. Dass es insbesondere auch durch Donald Trumps Politik zu einer massiven Dollarabwertung gekommen ist, empfinde ich dabei nicht mal als besonders ärgerlich. Bei einer fairen Betrachtung muss man sich eingestehen, dass der Dollar auch viele Jahre für den deutschen (bzw. europäischen) Anleger gelaufen ist. Die besondere Herausforderung im Jahr 2025 lag meines Erachtens ganz woanders …
Eine gute Diversifikation ist das A und O einer (langfristig) erfolgreichen Kapitalanlage
Die zentrale Bedeutung einer guten bzw. breiten Diversifikation in einem Wertpapierportfolio sollte jedem Anleger bewusst sein. Dieser Aspekt der Kapitalanlage ist nicht nur intuitiv einleuchtend, sondern wurde auch durch prominente Ökonomen wissenschaftlich nachgewiesen. So hat beispielsweise Harry M. Markowitz im Rahmen seiner Portfolio-Selection-Theorie gezeigt, dass sich durch die Kombination von mehreren gering bzw. negativ korrelierten Wertpapieren das Risiko in einem Depot gegenüber den isolierten Risiken der einzelnen im Portfolio befindlichen Titel deutlich reduzieren lässt.
Diese Erkenntnisse bildeten dann wiederum die Ausgangsbasis für das sogenannte „Capital Asset Pricing“-Modell (kurz: CAPM), dessen Entwicklung maßgeblich dem Wirtschaftswissenschaftler William F. Sharpe zugeschrieben wird. Gemäß diesem Modell ist für die erwartete Rendite eines Wertpapiers (z.B. Aktie) ausschließlich dessen systematisches Risiko, das sogenannte Marktrisiko, bewertungsrelevant. Das unternehmensspezifische (idiosynkratische) Risiko wird gemäß diesem Modell hingegen nicht in Form einer höheren erwarteten Rendite entgolten. Der Grund liegt darin, dass sich dieses durch eine geschickte Diversifikation eben komplett eliminieren lässt. Beide US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler, Harry M. Markowitz und William F. Sharpe, wurden für ihre bahnbrechenden und richtungsweisenden Arbeiten im Jahr 1990 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.
Wie sieht denn eine gute bzw. breite Diversifikation in einem Aktienportfolio aus?
Die zahlreichen Facetten einer intelligenten Diversifikation zeigen sich alleine schon bei der Betrachtung eines Aktienportfolios. Der altbekannte Spruch „viel hilft viel“ trifft hier auf alle Fälle schon mal keinesfalls zu. Es ist definitiv nicht damit getan, sich möglichst viele Aktien ins Depot zu legen. Entscheidend ist vielmehr, die richtigen Werte in einem Portfolio zu kombinieren. Und dies beginnt beispielsweise schon mal mit der Länderauswahl. Durch die Kombination von Aktien aus verschiedenen Ländern lässt sich das länderspezifische Risiko (wozu auch das Währungsrisiko dazu gehört) deutlich reduzieren.
Auch wenn die Technologiebranche aktuell die alles dominierende Branche zu sein scheint, so geht auch mit dieser Branche ein nicht zu unterschätzendes Branchen- bzw. Sektorenrisiko einher. Die nachfolgende Abbildung zeigt den Unterwasser-Chart des Nasdaq 100 Index (in Euro), der zwar kein „reinrassiger“ Technologieindex ist, der aber aufgrund seiner Technologiedominanz als „Technologiebarometer“ wahrgenommen wird.

Wer Ende 1999 in den Nasdaq 100 (in Euro) investiert hatte, der war ca. 16 Jahre lang durchgehend in einer Drawdown-Phase! Die Verluste während des Platzens der Dotcom-Bubble von über 80% waren noch lange nicht aufgeholt, bis es zu weiteren Kursrücksetzern im Rahmen der Finanzmarktkrise 2008 kam. Diese Betrachtung soll nochmal vor Augen führen, dass – trotz der ganzen aktuellen Euphorie – auch der Technologiesektor ein entsprechendes Branchen- bzw. Sektorenrisiko in sich birgt. Um sich gegen solche branchenspezifischen Risiken zu schützen, ist eine breite und intelligente Branchendiversifikation letztendlich unumgänglich [Anmerkung: Damit ist das Thema „Diversifikation“ aber bei weitem nicht erschöpft. Ohne diesen Punkt näher zu vertiefen, so lässt sich – sofern gewollt – auch eine Diversifizierung über verschiedene Anlagestile (z.B. Value, Growth, Large und Small Caps, Momentum, Low Volatility) darstellen].
Der grundlegende Unterschied zwischen einer guten Software und einer guten Anlagestrategie
Das zentrale Problem bei der Aktienanlage lag im Jahr 2025 darin, dass der überwiegende Teil der Anleger mit einem gut und breit diversifizierten Portfolio bezüglich der erzielten Rendite abgestraft wurde! Es gab 2025 nur ganz wenige Titel mit einer ausgezeichneten Performance. Und da einige dieser Titel aufgrund der Kapitalgewichtung des MSCI World Aktienindex hochkonzentriert in diesem Index enthalten sind, war die Performance dieses – aus meiner Sicht absolut unzureichend diversifizierten – Aktienmarktbarometers 2025 Year-to-Date gar nicht mal so schlecht. Damit ist mir im Laufe meiner doch länger dauernden Zugfahrt mal wieder ein Punkt so richtig bewusst geworden:
Ich persönlich habe Informatik und Betriebswirtschaftslehre (mit Schwerpunkt Finanzierung) studiert. Wenn ich in meiner Rolle als Informatiker eine absolut saubere Software nach den aktuellen Qualitätsstandards entwickle, dann habe ich definitiv eine professionelle Anwendung. Daran ist nicht zu rütteln. Wenn ich allerdings in meiner Rolle als hochgradig auf Kapitalanlage spezialisierter Wirtschaftswissenschaftler mit einer über fünfundzwanzigjährigen Berufserfahrung ein Portfolio nach dem besten Wissen und Gewissen zusammenstelle, dann habe ich diese Garantie nicht – zumindest kurzfristig! Alle noch so gesicherten Erkenntnisse aus der Kapitalanlage gelten ausschließlich langfristig. Kurzfristig kann sich immer ein komplett anderes Bild ergeben. Und genauso war es 2025! Risikobewusst und mit Bedacht agierende Anleger mit einem robust diversifizierten Portfolio weisen im aktuellen Jahr zumeist eine unbefriedigende Performance auf.
Und wie kann man sich dagegen schützen?
Aber was kann man dagegen tun? In meinen Augen besteht der mit Abstand wichtigste Punkt darin, die Aktienanlage langfristig zu sehen und sich nicht von kurzfristigen negativen Ereignissen verrückt machen zu lassen. „Erfolgreiche Kapitalanlage ist ein Marathon und kein Sprint“. Es gibt immer Jahre, in denen auch die langfristig besten Anlagestrategien ihre PS nicht auf die Straße bringen. Dies wird Ihnen sicherlich auch ein Warren Buffett bestätigen, dessen Track Record ich gerne auf den
Rosenheimer Investorenabenden präsentiere bzw. entsprechend analysiere.
Ein weiterer Punkt besteht darin, den Aspekt der Diversifikation über ein reines Aktienportfolio hinaus weiter zu sehen und eine Mischung über verschiedene Assetklassen ins Auge zu fassen. Die nachfolgende Abbildung zeigt beispielsweise die Wertentwicklung von
boerse.de-Gold (in Euro) im Verlauf des Jahres 2025.

Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, hat Gold (konkret: boerse.de-Gold in Euro) 2025 Year-to-Date eine tolle Rendite von knapp 45% erwirtschaftet. Anleger, die also auch in boerse.de-Gold investiert haben, müssen im Sinne einer ganzheitlichen Portfoliobetrachtung natürlich auch die damit erwirtschafteten Renditen mitberücksichtigen. Es ist nicht sachgerecht, sich über die ein oder andere Aktienrendite zu ärgern und die tollen Gewinne bei den Goldinvestments auszublenden bzw. unter den Teppich zu kehren. Wer so einseitig seine Kapitalanlagen bewertet, der wird vermutlich nie glücklich mit seinen Investments sein.
Ein weiterer Aspekt der Diversifikation betrifft auch das Thema Anlagestrategien. Wenngleich ein breit ausgerichtetes Depotfundament bestehend aus Qualitäts- bzw. Champions-Aktien (oder darauf basierenden Fonds, wie z.B. die boerse.de-Fonds) langfristig mit nur moderaten Umschichtungen gehalten werden sollte, spricht nichts gegen eher ein kurzfristig ausgerichtetes Trading. Hierzu möchte ich nochmals auf mein vorangegangenes Editorial mit dem Titel „
Siemens Energy kennen Sie wahrscheinlich … Aber wie sieht es denn z.B. mit Bloom Energy aus?“ verweisen, in dem ich diesen Sachverhalt umfassend anhand der BOTSI-basierten Börsendienste [Anmerkung: BOTSI steht für „Best-of-Trends-System-Investment“] erläutert habe.
Attraktive Renditen mit D-Wave Quantum, AppLovin & Co.
Auch wenn das Jahr 2025 auf breiter Aktienfront schwierig war, so hat es doch auch wieder einige Highflyer mit absoluten Top-Renditen gegeben. Solche Titel systematisch mithilfe wissenschaftlich fundierter Trendindikatoren zu identifizieren, ist Aufgabe der rein digitalen BOTSI-Börsendienste.
Während in meinem vorangegangenen Editorial der Börsendienst boerse.de-Signale Aktien USA im Mittelpunkt stand, möchte ich diesmal auf die boerse.de-Signale Aktien Welt zurückgreifen, deren Musterdepot im aktuellen Jahr per 18. Dezember 2025 eine tolle Rendite von 23,8% aufweist. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf einige abgeschlossene Trades im Musterdepot mit einer Rendite von über 100%, wie beispielsweise jene der Positionen
D-Wave Quantum und
AppLovin. Sollte es Sie interessieren, welche Trades sonst noch mit über 100% Gewinn 2025 abgeschlossen wurden bzw. welche Positionen das aktuelle Musterdepot gerade enthält, dann testen Sie doch den digitalen Börsendienst boerse.de-Signale Aktien Welt kostenlos und völlig unverbindlich.
Am besten, einfach testen …
Und so einfach geht es – fordern Sie einfach einen Gratis-Login an: Unter diesem
LINK können Sie das White Paper „
Trendfolge-Tradings für Zusatzgewinne: Einfach, transparent und regelgebunden an Trends partizipieren“ ordern, das die genaue Funktionsweise und die Handhabung des Dienstes boerse.de-Signale Aktien USA erläutert, die jedoch völlig identisch ist mit jener der boerse.de-Signale Aktien Welt. Zusammen mit der White-Paper-Anforderung wird Ihnen – natürlich ebenfalls kostenlos und völlig unverbindlich – ein Gratis-Login zu den boerse.de-Signalen Aktien Welt (oder auch einem beliebigen anderen Börsendienst Ihrer Wahl) freigeschaltet.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, dass Sie mit Ihrer Kapitalanlage 2025 – trotz der vielen Herausforderungen – im Großen und Ganzen soweit zufrieden sind, auch wenn 2025 natürlich nicht an das grandiose Jahr 2024 anknüpfen konnte. Aber seien Sie versichert, auch solche tollen Aktienjahre kommen wieder! Dies zeigt uns ein langfristiger Blick in die Kurshistorie. Darüber hinaus möchte ich mich bei all meinen Lesern – und ganz besonders natürlich bei all meinen „Stammlesern“ – bedanken, die meine Kolumnen regelmäßig verfolgen. Ihnen allen wünsche ich frohe und besinnliche Weihnachten sowie ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2026!
Bitte beachten Sie: Alle Kolumnen von Prof. Dr. Hubert Dichtl erhalten Sie auch ganz bequem per E-Mail ... Ihr Hubert Dichtl