Express-Zertifikat Memory auf TeamViewer: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 15.07.21 15:00
Aussenaufnahme des Firmengebäudes der TeamViewer AG.
Bildquelle: TeamViewer AG
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Express-Zertifikat Memory mit Airbag 08/2027 (ISIN DE000DK00YB6 / WKN DK00YB) von der DekaBank auf die TeamViewer-Aktie (ISIN DE000A2YN900 / WKN A2YN90).

TeamViewer-Aktionäre hätten derzeit wenig zu lachen: Die Aktie des einst gefeierten Pandemie-Gewinners falle immer tiefer. Zuletzt sei das Papier sogar unter die 30-Euro-Marke gerauscht. Der Kurs liege damit nicht mehr weit über dem Ausgabepreis von 26,25 Euro zum Börsengang im Herbst 2019. Auslöser für den jüngsten Kursrutsch seien schwache Zahlen zum zweiten Quartal gewesen. Zwar habe der Konzern die Börse auf einen nachlassenden Corona-Effekt vorbereitet, bei den Billings - einer Kennzahl für die in Rechnung gestellten Umsätze der kommenden zwölf Monate - aber immer noch ein währungsbereinigtes Wachstum von mindestens 20 Prozent in Aussicht gestellt. Tatsächlich habe TeamViewer nur ein Plus von 18 Prozent erreicht, nach 26 Prozent im ersten Quartal. Der Umsatz habe demnach bei 122,8 Mio. Euro gelegen, ein Anstieg von sieben Prozent.

Zwar habe man die meisten der neuen Abonnenten aus der ersten Lockdown-Welle im Frühjahr 2020 halten können, so das Unternehmen. Allerdings sei das Volumen der Vertragsverlängerungen im April und Mai niedriger gewesen als vorher gedacht. Im Gesamtjahr sei damit sowohl bei den Erlösen als auch bei den Billings nur noch das untere Ende der bisher in Aussicht gestellten Spannen erreichbar. Zuletzt habe das Softwarehaus bei den Billings mit einem Plus von 27 bis 31 Prozent auf 585 bis 605 Mio. Euro gerechnet. Auch das operative Ergebnis dürfte daher geringer ausfallen als erhofft. Im zweiten Quartal sei das EBITDA nach vorläufigen Zahlen leicht auf 56,6 Mio. Euro gesunken.

Armin Kremser von der DZ BANK bleibe dennoch bei seiner Kaufempfehlung. "Die Hauptgründe für die enttäuschende Kursentwicklung in den letzten Monaten waren die Sportsponsoring-Deals und die Befürchtungen, dass das zwei Quartal schwach ausfallen könnte", so der Analyst. "Letzteres ist nun eine bekannte Tatsache." Das aktuelle Kursniveau zeige viel von dem möglichen Enttäuschungspotenzial als bereits eingepreist. Kremser gehe außerdem davon, dass sich das Wachstum vor allem im Schlussviertel, dem Hauptquartal für Vertragsverlängerungen, wieder deutlich beleben dürfte. Mit einem Memory Express-Zertifikat der DekaBank könnten sich Anleger in Stellung bringen - und selbst dann entspannt bleiben, wenn die Erholung länger auf sich warten lasse. (Ausgabe 27/2021) (15.07.2021/zc/a/a)


Quelle: aktiencheck


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03.08.21
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