Stellantis Aktie
Stellantis-Aktie
WKN: A2QL01
ISIN: NL00150001Q9
Land: Niederlande
Branche: Sonstiges
Sektor: Automobile und andere KfZ
6,83 EUR 0,02  EUR 0,35  %
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Opel-Mutter und VW-Rivale Stellantis fährt riesigen Verlust ein

Donnerstag, 26.02.26 08:31
Tafel mit Kursen
Bildquelle: fotolia.com
AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Autokonzern Stellantis hat im vergangenen Jahr wegen hoher Abschreibungen auf seine Elektroautostrategie einen riesigen Milliardenverlust gemacht. Unterm Strich standen 22,3 Milliarden Euro Verlust, wie die Opel-Mutter am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Der Vielmarkenkonzern (unter anderem Fiat, Peugeot, Chrysler, Alfa Romeo, Jeep) mit Wurzeln in Frankreich, Italien und den USA hatte bereits vor Wochen mitgeteilt, dass er wegen der Änderung des Elektrokurses der Regierung von US-Präsident Donald Trump und dem folgenden Nachfrageloch in seinem wichtigen Markt USA viel Geld abschreiben muss. Letztlich beliefen sich die Wertminderungen im Gesamtjahr auf 25,4 Milliarden Euro.



Aber auch bereinigt um die Sonderkosten kam der VW-Rivale stark unter Druck und fuhr im Tagesgeschäft wegen Preisdrucks rote Zahlen ein - sowohl in Nordamerika, wo der Konzern einst mit seinen Pick-ups und SUVs den Löwenanteil seiner Gewinne machte, als auch in Europa. Insgesamt lag der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei 842 Millionen Euro. Das entsprach bei einem Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 153,5 Milliarden Euro einer Marge von minus einem halben Prozent. In diesem Jahr soll es mit dem Erlös wie bereits bekannt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz nach oben gehen, die operative Marge dürfte sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen.

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Der neue Konzernchef Antonio Filosa war eigentlich angetreten, um den Konzern nach einer hausgemachten Krise in den USA im Tagesgeschäft wieder auf Kurs zu bringen - nun musste er mit einem Großreinemachen beginnen, das den Konzern lange mit Milliardenzahlungen belasten wird. Erst 2027 sei wieder mit einem Zufluss an freien Mitteln im Fahrzeuggeschäft (Free Cashflow) zu rechnen, hieß es.

Stellantis streicht nun Elektromodelle, bietet mehr Verbrenner- und Mischantriebe an und baut die Produktion und seine Lieferketten um. Donald Trump hatte Subventionen für Elektroautos gestrichen und Abgasregelungen geändert. Auch die anderen US-Autoriesen General Motors und Ford mussten viele Milliarden auf ihren eingeschlagenen Elektrokurs abschreiben./men/zb/stk

Quelle: dpa-AFX