Die Zukunft gehört den Einkaufsassistenten - diese Champions werden davon profitieren

Dienstag, 20.01.26 17:25
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

falls Ihnen das Einkaufen lästig ist und Sie gern jemanden hätten, der das für Sie erledigt, könnte dieser Wunsch schon bald Realität werden. Große KI-Plattformen und Händler bringen sich gerade in Stellung, um bei einer neuen Form des Online-Shoppings ganz vorn mit dabei zu sein. Statt Suchanfragen zu tippen, sollen Kunden künftig nur noch einen Auftrag formulieren, zum Beispiel: „Ich brauche eine Kaffeemaschine unter 200 Euro, platzsparend, gut bewertet und spätestens Freitag geliefert.“ Ein KI-Agent wird dann Recherche, Auswahl und auf Wunsch sogar den Kaufabschluss übernehmen. Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass der Markt für solches „Agentic Shopping“ allein in den USA bis 2030 ein Volumen von rund einer Billion Dollar erreichen könnte.

Die Macht im Handel wird sich damit verschieben. Wer künftig den Zugang zum Kunden kontrolliert, wird überproportional profitieren. Gewinner werden vor allem jene Unternehmen sein, die die neuen Schnittstellen kontrollieren oder unverzichtbare Infrastruktur bereitstellen. Folgende Marktführer, in die der boerse.de-Aktienfonds investiert, sind hier besonders gut aufgestellt:

KI-Plattformen – hier werden künftig Käufe direkt abgewickelt



Besonders stark positioniert sind die Plattformen, in denen die Kaufentscheidung künftig überhaupt erst entsteht. Denn wenn Menschen ihre Wünsche direkt in ein KI-Chatfenster tippen, wird diese Oberfläche zur neuen „Einkaufsstraße“. Wer solche Kundenschnittstellen kontrolliert, kann entscheidend mitbestimmen, welche Angebote auftauchen, welche Produkte empfohlen werden und wie schnell ein Kauf abgeschlossen wird. Zu diesen neuen Plattformen zählen neben ChatGPT (OpenAI, nicht börsennotiert) vor allem Gemini und Google Search (Alphabet) sowie Copilot (Microsoft).

Alphabet ist dabei besonders stark positioniert, weil Google schon heute für viele Menschen die erste Anlaufstelle für eine Kaufabsicht ist. Statt diese nur weiterzuleiten, will der Technologie-Champion den Kaufprozess künftig möglichst vollständig innerhalb der eigenen KI-Oberflächen abbilden. Genau deshalb treibt der Champion Schnittstellen wie das Universal Commerce Protocol (UCP) voran: Händler sollen technisch so sauber „andocken“ können, dass der Kauf direkt in Gemini bzw. in der KI-Suche funktioniert. Solche marktbeherrschenden Positionen werden an der Börse langfristig belohnt. Alphabets Stärke zeigt auch ein Blick auf die Kursentwicklung: In den vergangenen zehn Jahren legte die Aktie im Mittel um 23% p.a. zu.

Auch Microsoft bringt sich in Stellung. Mit Copilot Checkout sollen Käufe künftig direkt über die KI-Oberfläche möglich werden. Ergänzend setzt der Champion auf sogenannte Brand Agents, also durch Künstliche Intelligenz gestützte Markenassistenten, die Kunden im Dialog beraten und bis zum Kauf führen können. Zudem ist Microsoft durch die enge Partnerschaft und eine Beteiligung an OpenAI auch indirekt am Erfolg von ChatGPT beteiligt. Hier können Nutzer in den USA mittlerweile direkt einkaufen, ohne dass zwingend auf eine externe Webseite gewechselt werden muss. Innerhalb der vergangenen Dekade ist der Wert der Microsoft-Aktien durchschnittlich um 24% pro Jahr gestiegen.

Die großen Händler – passende Infrastruktur für KI-Agenten



KI-Agenten benötigen als zuverlässige Einkaufsassistenten vor allem eines: maximale Verlässlichkeit. Ein Produkt muss verfügbar sein und schnell geliefert werden können. Hier kann Handelsgigant Walmart seine strukturellen Stärken ausspielen. Der Champion verfügt über ein extrem großes Sortiment und eine Logistik, die auf Alltagsbedarf und eine hohe Frequenz optimiert ist. Das Unternehmen ist an die Schnittstellen von ChatGPT und Gemini angeschlossen und wird voraussichtlich auch zukünftig beim Online-Shopping eine große Rolle spielen. In den vergangenen zehn Jahren konnte die Aktie im Mittel 16% p.a. zulegen.

Auch Home Depot, Marktführer im Bereich Heim- und Handwerksbedarf, sollte von der neuen Form des Einkaufens profitieren. Die Angebote eignen sich ideal für Handel durch Künstliche Intelligenz. Kunden können Projekte per Sprache oder Text beschreiben oder eine Liste von Produkten hochladen, die sie bereits haben. Der Agent „Magic Apron“ erstellt dann in kurzer Zeit eine umfassende, strukturierte Materialliste inklusive Vorschlägen für wichtige, möglicherweise fehlende Artikel. Der Champion arbeitet dabei mit Alphabet zusammen. Seit 2016 hat die Aktie von Home Depot im Durchschnitt 10% p.a. an Wert gewonnen.

Amazon sollte ebenfalls zu den künftigen Gewinnern in Sachen KI-gestütztes Einkaufen gehören. Der Technologie-Champion baut längst an seiner eigenen Shopping-Assistenz: Rufus soll Kaufentscheidungen beschleunigen und personalisieren. Anleger konnten sich in den vergangenen zehn Jahren über Kursgewinne von durchschnittlich 20% p.a. freuen.

Zahlungsplattformen – die Mautstellen von heute und morgen



Profitieren werden auch die Anbieter von Zahlungsinfrastruktur. Denn ganz gleich, über welche KI-Plattform der Agent am Ende handelt und bei welchem Online-Shop einkauft – irgendwo muss das Geld den Besitzer wechseln. Hier sind Visa und Mastercard groß im Geschäft. Die Finanz-Champions ermöglichen Transaktionen zwischen Banken, Händlern und Endkunden und erhalten dafür Gebühren, ohne ein eigenes Kreditrisiko zu tragen. Die beiden globalen Kartennetzwerke sind gewissermaßen die Mautstationen des Systems.

Die Netzwerke von Visa und Mastercard sind zudem praktisch nicht nachbaubar. Auch Bezahlmethoden wie Apple Pay oder Google Pay greifen im Hintergrund auf die bestehenden Infrastrukturen der Kreditkartenanbieter zurück. Der Erfolg lässt sich in der Kursentwicklung ablesen: Im Mittel verteuerten sich die Anteilsscheine von Visa in den vergangenen zehn Jahren um 16% p.a., der Wert der Aktien von Mastercard steigerte sich im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 19% per annum.

Mit dem boerse.de-Aktienfonds in marktführende Champions investieren



Die genannten marktführenden Champions aus den Bereichen Technologie, Handel und Zahlungsverkehr sind ausgezeichnet positioniert, um von neuen Formen des Einkaufens zu profitieren. Die hohe Qualität dieser Unternehmen wird auf Dauer von der Börse honoriert – und von uns über die boerse.de-Performance-Analyse identifiziert. Anleger, die sich genauer über unser Auswahlverfahren informieren möchten, finden dazu ausführliche Informationen im kostenlosen „Leitfaden für Ihr Vermögen“, dessen aktualisierte und erweiterte 65. Auflage nun die Schallmauer von 300.000 gedruckten Exemplaren durchbrach.

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Mit bester Empfehlung

Georg Kling
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH

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Georg Kling ist als Vermögensberater bei der boerse.de Vermögensverwaltung tätig. Zuvor hat er umfangreiche Erfahrungen in diversen Unternehmen und Positionen der Finanzdienstleistung und...

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