Jetzt einsteigen! Diese 3 Gründe sprechen für eine renditestarke Jahresendrally

Freitag, 09.11.18 14:00

Folgt auf den stürmischen Herbst ein besinnlicher (und für Börsianer: versöhnlicher) Jahresausklang? Der Oktober präsentierte sich 2018 von seiner schwächsten Seite. Unterm Strich beendete der Dax den “Horrormonat” mit -6 Prozent, der Dow verlor im gleichen Zeitraum fünf Prozent an Wert – der größte Monatsverlust seit Januar 2016. Saisonal gesehen ein eher ungewohntes Bild, zumal eine alte Börsenweisheit besagt: “Sell in May and go away…but remember to come back in September”. Vielleicht sollte es in diesem Jahr eher heißen: “Come back in November”? Gut möglich, denn einiges spricht für eine fulminante Aufholjagd zum Jahresende. Die wichtigsten drei Argumente haben wir für Sie zusammengefasst:

1. Saisonalität
Ein Hoffungsfaktor für den erwarteten Dax-Aufschwung ist der sogenannte “Halloween-Effekt”.

Furchterregende Gestalten verjagen Ende Oktober / Anfang November nicht nur böse Geister, sondern auch die Schreckgespenster vieler Börsianer: Von Halloween bis mindestens Ende Januar dauert die historisch betrachtet mit Abstand erfolgreichste Börsenphase eines jeden Kalenderjahres, wie der nachfolgende Dax-Chart eindrucksvoll belegt:



Die Grafik zeigt, wie sich der Dax aus Sicht der Börsenzyklen im Jahresverlauf entwickelt. Offiziell eingeführt wurde das Kursbarometer am 1. Juli 1988 mit einem festgelegten Startkurs von 1000 zum 31.12.1987. Auf Basis der damals im Index enthaltenen Werte lassen sich die Kurse bis zum 30. September 1959 zurück berechnen, analysieren und interpretieren: Das Dax-Kursdiagramm entwickelt sich ab Oktober historisch betrachtet stets in Richtung Jahres-Hoch.

2. Tech-Titel im Kaufrausch
Wer Börsenzyklen trotz handfester Beweise wenig abgewinnen kann, sollte sich mit zwei weiteren Kurstreibern amerikanischen Ursprungs befassen: “Black Friday” und “Cyber Monday”. Zwei vorweihnachtliche Festtage für Schnäppchenjäger – und Aktionäre! Denn die enorm umsatzstarken Rabattaktionen stationärer Geschäfte und Online-Händlern bringen die Bilanz mancher Unternehmen kurz vor Jahresende noch zum Strahlen. Und in manchen Fällen selbst in die schwarzen Zahlen (man vermutet übrigens, dass daher der Name “Black Monday” rührt).

Vor allem Aktien der Konsumgüter-, Technologie- oder Einzelhandelsbranche (z.B. Apple, eBay, Amazon..) profitieren von den guten Ergebnissen des Vorweihnachts-Geschäfts, zumal sich der “Black Friday” – traditionell der vierte Donnerstag im November – wachsender Beliebtheit erfreut: 2017 gaben Amerikaner rund um Black Friday laut Marktforschung Adobe Analytics fast acht Milliarden Dollar aus – eine Steigerung um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schätzte den Umsatz, den Händler am Cyber Weekend 2017 erzielten, auf 1,7 Milliarden Euro. Süßer die Renditen nie klingen!

3. Aktien, was denn sonst?

Last but not least: Aus Mangel an Alternativen könnten sich Unternehmensanteile zum Jahreswechsel als echte Kassenschlager entpuppen. Steuerrückzahlungen und Boni führen dazu, dass Anleger dann besonders liquide und spendabel sind. Gleichzeitig befinden sich Investoren momentan in einem “Anlagenotstand”, da einst bewährte Anlageformen wie Festgeld, Tagesgeld oder Anleihen seit Jahren kaum Rendite erzielen. Aktien dagegen schon: Im historischen Mittel gewannen Dax und Dow Jones 9% pro Jahr - und das trotz so mancher Rücksetzer und Krisen. Das sind Rendite-Geschenke, die Unternehmensanteile auch langfristig unschlagbar attraktiv machen.

 

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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