SCHULTE-SCHLAGBAUM Aktie
WKN:719000
ISIN:DE0007190001
Land: Deutschland
Branche: Maschinenbau, Verkehr, Logistik
Sektor: Maschinenbau
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DGAP-News: Schulte-Schlagbaum AG: Situation Konzernumsatzerlöse und Ergebnis nach 6 Monaten in 2020

Mittwoch, 12.08.20 16:24
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay

DGAP-News: Schulte-Schlagbaum AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Sonstiges
Schulte-Schlagbaum AG: Situation Konzernumsatzerlöse und Ergebnis nach 6 Monaten in 2020

12.08.2020 / 16:24
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Die Schulte-Schlagbaum Gruppe (im Folgenden "SAG") hat nach 6 Monaten im Jahr 2020 konsolidierte Konzernumsatzerlöse in Höhe von rund 25 Mio. EUR erzielt und lag damit um ca. 4,5% unter dem Vorjahreszeitraum. Dabei sind die Umsatzerlöse aus Vergleichbarkeitsgründen für beide Berichtsperioden um die Ende Mai 2020 veräußerte EDV-Service Schaupp GmbH bereinigt worden, dies gilt auch für die nachfolgenden Daten.

Die Tochtergesellschaft eccos pro GmbH liegt erfreulich mit einem Umsatzplus von 7,9% über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Unsere österreichische Tochtergesellschaft novacom GmbH konnte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich steigern. Mit 14,7% legten unsere Kollegen aus Bad Aussee deutlich zu. Beide Gesellschaften sind aufgrund ihrer Zielmärkte, Hotellerie, Gastronomie, Freizeitanlagen, Bäder und Thermen von der Coronakrise stark betroffen, auch wenn sich dies in den ersten 6 Monaten noch nicht signifikant ausgewirkt hat. Trotz regional verschobener Kassensicherungsverordnung setzen unsere Tochtergesellschaften darauf, dass wir durch die Umstellungen im Zusammenhang mit der Kassensicherungsverordnung positive Umsätze generieren können.

Nach einem harten Lockdown, auch bei den Eidgenossen in der Schweiz, müssen wir für unsere Tochtergesellschaft STS Systemtechnik Schänis GmbH ein währungsbereinigtes Umsatzminus von 7,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen. Während der umsatzbezogen größte Bereich, Befestigungstechnik, ein leichtes Umsatzplus von 2,5% nach 6 Monaten realisieren konnte, hinken die Geschäftsfelder Schließ- und Stanztechnik mit jeweils knapp 20% deutlich hinter dem Vorjahr hinterher. Die aktuellen Auftragseingangszahlen lassen hoffen, dass sich in der zweiten Jahreshälfte die negative Umsatzentwicklung abmildern lässt.

Mit einem Umsatzminus von knapp 2% gegenüber 2019 zeigt sich der zusammengefasste Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme, der neben dem Geschäftsbereich Schloss- und Schließblechsysteme der Schulte-Schlagbaum AG auch die vor zwei Jahren akquirierte Tochtergesellschaft Sächsische Schlossfabrik GmbH in Groitzsch beinhaltet, aktuell robust gegenüber der weltweiten Covid-19-Pandemie.

Der bei der Muttergesellschaft beheimatete Geschäftsbereich Schließsysteme für Türen und Möbel ist von den Auswirkungen der Corona-Krise stark beeinflusst. Aufgrund der vor allen Dingen in den Monaten März bis einschließlich Mai verhängten Kontaktsperren, gepaart mit Kurzarbeit bei unseren Kunden, haben sich viele Aufträge verschoben. So sind insbesondere Projekte in unseren Zielmärkten Krankenhäuser, Universitäten als auch Hotellerie in die zweite Jahreshälfte oder sogar in das Jahr 2021 verschoben worden. Somit resultiert daraus ein Umsatzminus von ca. 22% im Vergleich zu 2019.

Das bereinigte Konzernergebnis vor Steuern, ohne Berücksichtigung der Ende Mai 2020 veräußerten EDV-Service Schaupp GmbH, hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer konsequenten Kostenkontrolle in allen Bereichen, der Durchführung von Kurzarbeit und verbesserter operativer Performance gesteigert. Insgesamt konnte das bereinigte Konzernergebnis vor Steuern nach einem negativen Ergebnis von -0,8 Mio. EUR in der vergleichbaren Vorjahresperiode auf ein leicht positives Ergebnis von 22 TEUR verbessert werden.

Laut Statista ist das Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2020 um 10,1% gesunken. Die Anzahl der Personen in Kurzarbeit ist auf 6,7 Millionen gestiegen. Alleine im Juli sind die Arbeitslosenzahlen um 56.701 Personen angewachsen. All diese Zahlen zeigen, mit einer gewissen Verzögerung, auch Auswirkungen auf die Bauindustrie. So lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus Mai 2020 zufolge der Branchenumsatz in den ersten fünf Monaten mit rund 2,9 Mrd. EUR 15,3 % unter dem Vorjahreszeitraum. Der Inlandsumsatz lag mit 1,6 Mrd. EUR 12,8 % unter dem Vorjahreswert, das Exportgeschäft sank noch stärker (-18,2 %). Der Absatz in die Länder der Eurozone reduzierte sich dabei um 21,0 %, die Exporte in die Nicht-Eurozone (-15,2 %) brachen nicht ganz so stark ein. Bis einschließlich März konnten sich die bauzuliefernden Schloss- und Beschlaghersteller der schwachen Entwicklung noch entgegenstemmen, doch inzwischen werden die Auswirkungen der Corona-Krise auch für die Bauwirtschaft und deren Zulieferer immer offensichtlicher. Die bislang nur für das erste Quartal 2020 vorliegenden Zahlen der Produktionsstatistik weisen noch Zuwächse aus, für das 2. Quartal 2020 ist auch hier mit Einbrüchen zu rechnen. Die Bauwirtschaft meldet noch stabile, teils sogar steigende Umsätze, aber die Auftragseingänge sinken insbesondere im Wirtschaftsbau - der Auftragsbestand schrumpft.

Umso mehr ist es nun wichtig Kostenpotentiale zu heben und vor allen Dingen den Fokus auf ein nachhaltiges Wachstum und Wertschöpfung zu richten. Dazu wird der positive Schub der Digitalisierung, der in der gesamten deutschen und europäischen Wirtschaft erfolgt ist, einen wesentlichen Beitrag leisten. Die SAG ist in diesem Bereich gut aufgestellt und auf dem richtigen Weg.

Der Vorstand und das gesamte Managementteam werden alles daran setzen, das vergleichsweise positive Ergebnis bis zum Jahresende weiter zu entwickeln. Aufgrund der oben aufgeführten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ist eine detailliertere und seriöse Prognose jedoch unverändert nicht möglich.

Hinweis zu zukunftsgerichteten Aussagen: Diese Finanzmeldung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Schulte-Schlagbaum Konzerns und dessen einzelnen Geschäftseinheiten und Tochtergesellschaften. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.




Kontakt:
Thorsten Tepper
Kaufmännische Leitung
Tel: 02051/2086-117
E-Mail: thorsten.tepper@sag-schlagbaum.com


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Quelle: DGAP


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