Investmentidee: Vontobel-Zertifikat auf Gold - Reif für neue Rally - Zertifikateanalyse

Freitag, 16.07.21 10:00
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München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist Gold (ISIN XC0009655157 / WKN 965515) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Seit Beginn der Corona-Krise habe sich nicht nur der Alltag für die meisten Menschen verändert, auch die Finanzmärkte würden turbulente Zeiten erleben. Durch die gestiegene Unsicherheit in Bezug auf die weiteren Entwicklungen während der Pandemie könnten inflationsgeschützte Anlagen mehr in den Fokus vieler Anleger rücken.

Befänden sich Märkte in einer volatilen Phase, so könne das von Vorteil für Rohstoffe wie Gold oder Silber sein. Diese würden sich im Vergleich zu den Aktienmärkten eher antizyklisch entwickeln. Für Investoren könnten sie somit eine Möglichkeit zur Diversifikation und Risikoabsicherung ihres Portfolios sein. Nachdem der Goldpreis im Jahr 2020 mit 2.063,68 US-Dollar je Feinunze bereits ein Allzeithoch habe erreichen können, könnte das gelbe Edelmetall auch dieses Jahr von verschiedenen Unsicherheitsfaktoren profitieren.

Im Jahr 2021 sei es bisher zu einem Rückgang des Goldpreises gekommen, aktuell liege dieser bei USD 1.807,24 (13.07.2021). Mike McGlone, Senior-Rohstoffstratege bei Bloomberg Commodities, halte eine erneute Annäherung an die 2.000 Dollar-Marke für wahrscheinlicher als einen Ausbruch nach unten. "Ein möglicher Katalysator dafür, dass Gold den Widerstand bei 2.000 Dollar durchbricht, ist eine Umkehr am Aktienmarkt und eine Fortsetzung des Rückgangs der Renditen von US-Staatsanleihen seit dem Höchststand im März", so McGlone. Er verweise auch auf die Absicherungseigenschaft von Gold, welche bei volatilen Aktienmärkten von Vorteil sein könne.

Ende Juni habe Xetra-Gold, das führende physisch hinterlegte Gold-Wertpapier in Europa, einen neuen Höchststand erreicht. Die börsengehandelte Inhaberschuldverschreibung habe ein hinterlegtes Rekordvolumen von 233 Tonnen erreicht. Auch das verwaltete Vermögen hierin sei auf 11,2 Milliarden Euro gestiegen und sei damit so hoch wie noch nie. Carsten Fritsch, Rohstoffexperte der Commerzbank, erkläre im "Handelsblatt", er sehe hierin einen Zusammenhang mit den weiter steigenden Strafzinsen auf Spareinlagen. Laut Fritsch gebe es bei immer mehr Banken in Deutschland Negativzinsen auf Spareinlagen ab 50.000 Euro. Um sich weiterhin gegen Inflation abzusichern, dürfte Gold somit eine interessante Alternative für deutsche Anleger bleiben, so der Experte. "Eine gestiegene Nachfrage sehen wir gleichermaßen bei institutionellen als auch privaten Investoren", so Michael König, Geschäftsführer der Deutschen Börse Commodities GmbH, im Halbjahresbericht 2021 der Deutschen Börse Group.

Das "Gold-Silber-Verhältnis" beschreibe die Differenz zwischen dem Gold- und Silberpreis gegenüber dem historischen Durchschnitt. In einer aktuellen Untersuchung zum Handel mit Rohstoffen beschreibe Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets, es gebe üblicherweise eine enge Korrelation zwischen Gold- und Silberpreis, weshalb das Gold-Silber-Verhältnis von vielen Rohstoffinvestoren verfolgt werde. Somit könnte Silber von einem potenziell wachsenden Interesse an Gold ebenfalls profitieren.

In einem Bericht der Bank of America würden die Analysten bei Silber sogar eine bessere Prognose für die Zukunft als für Gold geben. Sie würden diese Prognose damit begründen, dass das Interesse an Gold überwiegend von Motiven wie Zinsen und Inflation angetrieben werde. Silber hingegen habe eine natürlich steigende Nachfrage zur Produktion von Solarpanels oder für die schnell wachsenden elektrischen Anwendungen.

Neben den Auswirkungen einer möglichen Gold-Silber-Korrelation könnte der Silberpreis vor allem von der wachsenden industriellen Verwendung des Metalls profitieren. Silber komme in der Produktion von wichtigen Zukunftstechnologien wie Elektrofahrzeugen oder im Ausbau des 5G-Netzes zum Einsatz. Wachsendes Umweltbewusstsein und die fortschreitende Digitalisierung könnten somit den Preis des Metalls stärken. Nach Angaben des Silver Institutes im Market Trend Report 2020 habe die Silbernachfrage bereits im vergangenen Jahr rund 230 Tonnen in dem Bereich der 5G-Technik betragen. Bei weiterer Verbreitung des aktuellsten Mobilfunkstandards könne sich die Nachfrage nach 5G bis 2030 sogar mehr als verdreifachen. Zusätzlich werde Silber auch in der Solarbranche zur Herstellung von Solarpanels verwendet. Das Institut berichte, dass sich die Bestellungen aus diesem Sektor in Zukunft noch erhöhen dürften. Somit könnte der Anteil der industriellen Silbernachfrage von gut 50 Prozent, auf mittelfristig 60 Prozent oder mehr steigen.

Alexander Zumpfe, Händler beim Edelmetallhaus Heraeus, berichte auch von kurzfristigen Auswirkungen im Rahmen der Konjunkturprogramme in den Vereinigten Staaten durch die Biden-Regierung. Die hierin geplante Förderung von Umwelttechnologien in den USA und der erhoffte Wirtschaftsaufschwung könnten sich positiv auf den Rohstoff auswirken. Auch an der wichtigsten Edelmetallbörse in London seien die Zuflüsse von Silber in ETFs erst kürzlich auf 38,8 Tonnen an physischem Silber angestiegen. Somit wären nicht nur die mittel- bis langfristigen Aussichten für das Metall potenziell optimistisch, auch die kurzfristigen Aussichten könnten das Interesse einiger Investoren wecken.

Sowohl Gold als auch das "Gold des kleinen Mannes" könnten in Zukunft weiterhin verstärkt gefragt sein. Anhaltende globale Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, Negativzinsen durch Kreditinstitute, Verwendungsmöglichkeiten in der Produktion von Zukunftstechnologien sowie externe Zusatzeffekte durch eine Korrelation untereinander könnten Gold und Silber als inflationsgeschützte Anlagen mehr in den Fokus vieler Anleger rücken lassen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Zertifikat (ISIN DE000VA60NF7 / WKN VA60NF) auf den 5X Long Index linked to Gold (Troy Ounce) V2 (ISIN CH0293233539 / WKN A162PJ), Faktor 5,00. Das Papier habe einen Bewertungskurs in Höhe von USD 1.823,75. Die Schwelle betrage USD 1.513,71. Das Bezugsverhältnis belaufe sich auf 0,005. Der Geldkurs liege bei EUR 9,13. Der Briefkurs werde bei EUR 9,14 gesehen. (Stand: 16.07.2021, 09:49)

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 14.07.2021) (16.07.2021/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: aktiencheck


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Datum :
05.08.21
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