Express-Zertifikat Relax auf Covestro: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 22.07.21 11:00
Covestro Logo vor Firmengebäude
Bildquelle: Covestro AG
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" präsentieren in ihrer aktuellen Ausgabe ein Express-Zertifikat Relax 03/2027 (ISIN DE000DK0ZEP9 / WKN DK0ZEP) von der DekaBank auf die Covestro-Aktie (ISIN DE0006062144 / WKN 606214).

Nach BASF habe auch der Kunststoffhersteller Covestro die Messlatte für das laufende Jahr noch einmal höher gelegt. Die Ex-Bayer-Tochter rechne für 2021 nun mit einem Betriebsgewinn (EBITDA) von 2,7 bis 3,7 Mrd. Euro. Damit liege das untere Ende der Bandbreite jetzt auf dem Niveau des im April maximal in Aussicht gestellten Betrages - und wäre im besten Fall mehr als doppelt so hoch wie im Corona-Jahr 2020. Covestro habe die erneute Anhebung vor allem mit "einem weiter verbesserten Margenausblick für das zweite Halbjahr" sowie mit dem operativen Gewinnschub im zweiten Quartal begründet.

Dank der brummenden Geschäfte rund um harte Kunststoffe sowie Weich- und Hartschäume und den damit einhergehenden Preissteigerungen in der Branche sei es dem Konzern gelungen, sein EBITDA zwischen April und Juni gegenüber dem stark pandemiebelastenden Vorjahreszeitraum auf rund 815 Mio. Euro nahezu zu versiebenfachen. Für das erste Halbjahr ergebe sich damit bereits ein operatives Ergebnis von 1,56 Mrd. Euro. Auch für den für die Dividende wichtigen freien operativen Mittelzufluss werde Covestro optimistischer: Statt 1,3 bis 1,8 Mrd. Euro würden nun 1,6 bis 2,0 Mrd. Euro erwartet. Eigentlich gute Nachrichten.

An der Börse habe sich zunächst dennoch nicht viel getan. Erst nach mehreren positiven Analystenkommentaren hätten Anleger ihre Zurückhaltung aufgegeben. So habe etwa die DZ BANK den fairen Wert für Covestro nach der Prognoseerhöhung von 73 auf 75 Euro angehoben und die Einstufung auf "kaufen" belassen. Der Kunststoffkonzern befinde sich in einer kurzfristigen Boom-Phase, die stärker ausfalle als erwartet, so Peter Spengler. Selbst bei rückläufigen Beiträgen des operativen Gewinns zum Gesamtergebnis im kommenden Jahr sei die Aktie im Branchenvergleich deutlich unterbewertet.

Auch Chetan Udeshi von J.P. Morgan - kein großer Covestro-Fan - habe eingestanden, dass das Papier gemessen an den nun steigenden Erwartungen für 2021 sehr günstig sei. Allerdings rechne er 2022 mit einem deutlichen Rückschlag und habe es daher bei seiner Verkaufsempfehlung belassen. Gleichzeitig habe Udeshi aber das Kursziel von 52 auf 55 Euro erhöht - was zeige, dass er sich zumindest mit den aktuellen Notierungen anfreunden könne. Ein spannendes Express-Szenario, so die Experten vom "ZertifikateJournal".(Ausgabe 28/2021) (22.07.2021/zc/a/a)



Quelle: aktiencheck


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05.08.21
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