Beste Dividenden-Aktien 2022: Das sind die besten Dividenden-Aktien aus Deutschland und der ganzen Welt!

Mittwoch, 22.06.22 20:53
Beste Dividenden-Aktien 2022: Das sind die besten Dividenden-Aktien aus Deutschland und der ganzen Welt!
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Liebe Leserinnen und Leser,

trotz Coronavirus-Pandemie und Ukraine-Krieg können sich Aktienanleger in diesem Jahr über einen wahren Dividendenregen freuen. Denn laut Berechnungen des britischen Investmenthauses Janus Henderson klettern die weltweiten Gewinnausschüttungen 2022 um 5,7% auf den historischen Rekord von insgesamt 1,52 Billionen US-Dollar.

Auch die deutschen börsennotierten Unternehmen sind dank stark gestiegener Gewinne ausschüttungsfreudig wie noch nie. So steigern die 40 Dax-Konzerne ihre Dividenden um knapp 30% auf die Rekordsumme von 48 Milliarden Euro, und der Geldregen aller deutschen börsennotierten Unternehmen zusammen wird den historischen Höchstbetrag von 55 Milliarden Euro erreichen. Der Löwenanteil wird dabei zwar traditionell in den Monaten März bis Mai ausbezahlt. Denn in dieser Zeit finden die meisten Hauptversammlungen statt, bei denen auch über die Höhe der jährlichen Gewinnausschüttung abgestimmt wird. Tipp: Hier finden Sie die besten Dividenden-Aktien mit quartalsweiser Ausschüttung...

 

Am folgenden Handelstag, dem sogenannten Ex-Tag, wird die Dividende dann vom Aktienkurs abgeschlagen und am dritten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung den Konten der Aktionäre gutgeschrieben. Um in den Genuss der Dividende zu kommen genügt es, wenn Anleger die Aktie des jeweiligen Unternehmens am Tag der Hauptversammlung in ihrem Depot haben.

Die weltweit höchsten Dividenden-Ausschüttungssummen 2022

 

Bei Dividenden handelt es sich um einen Teil des Gewinns, den viele Unternehmen an ihre Aktionäre weitergeben. Aus Anlegersicht sorgen die jährlichen Dividenden für ein laufendes Zusatzeinkommen, dienen aber auch zur Abfederung von kurzfristigen Kursschwankungen. Betrachten wir dazu das im Handelsblatt veröffentlichte Ranking der (gemessen an der Ausschüttungssumme) weltweit größten Dividendenzahler. Sie erkennen:

Die Unternehmen mit den weltweit höchsten Dividenden-Ausschüttungssummen 2022

 

Bei den Top-20 Dividendenzahlern mit den weltweit größten Ausschüttungssummen errechnet sich per 31.12.2021 im Schnitt eine Dividendenrendite von 5,1%, wobei in drei Fällen die aktuelle Dividendenrendite sogar im zweistelligen Prozentbereich liegt. Doch der alleinige Blick auf solche Traum-Dividendenrenditen kann trügerisch sein. Denn:

 

Hohe Dividendenrendite sagt zu wenig aus


Nur vier der aktuellen Top-20-Dividendenzahler (Microsoft, Samsung, Apple und Nestlé) erfüllen die Kriterien der Performance-Analyse und sind damit für den langfristigen Vermögensaufbau geeignet. Dagegen fallen alle anderen bei der Champions-Qualifikation glatt durch. Zudem stammen die drei Konzerne mit den höchsten Dividendenrenditen aus dem extrem volatilen Rohstoffbereich und bergen ein hohes Risiko.

So glänzt Spitzenreiter Fortescue Metals zwar mit einer aktuellen Dividendenrendite von 12,8%. Doch 2021 durchlebten Aktionäre des australischen Bergbauunternehmens eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt, bei der die Notierungen zwischenzeitlich um bis zu 44% einbrachen. Auch bei der Nummer zwei in diesem Ranking, dem brasilianischen Rohstoffkonzern Vale mit einer aktuellen Dividendenrendite von 11,8%, sieht es ähnlich aus. Hier musste 2021 ein 46%iger Kursrückschlag verdaut werden, und trotz einer Erholung seit November errechnet sich für die vergangenen zehn Jahre eine Negativrendite von -1% p.a. Etwas besser sieht die Bilanz auf Platz drei der Top-Dividendenzahler aus. So winkt beim britischen Bergbauriesen Rio Tinto eine aktuelle Dividendenrendite von 10,9%, und in den vergangenen zehn Jahren verbuchten Anleger per saldo im Schnitt 6% p.a. Kursgewinn. Allerdings das war mit hohem Risiko behaftet. Denn dabei mussten mehrmalige heftige Rücksetzer von bis zu 50% hingenommen werden. Ein kurzer Blick nach Deutschland:

Wegen der lange Zeit überdurchschnittlichen Dividendenrenditen gilt die Deutsche Telekom bis heute als Lieblingsaktie der Deutschen. Doch dem Ruf als Dividendenperle wird die einstige Volksaktie längst nicht mehr gerecht. Denn nach jahrelangen Ausschüttungen, die den jeweils erzielten Jahresgewinn teilweise überstiegen, waren Dividendenkürzungen die logische Folge. So schrumpften die Ausschüttungen der Deutschen Telekom in den zurückliegenden zehn Jahren im Schnitt um -1,5% pro Jahr. Zudem konnte bis dato nur ein Bruchteil des katastrophalen 2000er-Kursabsturzes wettgemacht werden.

 

Nach der Dividende ist vor der Dividende


Im Gegensatz zum deutschen Turnus erfolgt die Dividendengutschrift in vielen europäischen Ländern halbjährlich, und in den USA sind sogar Quartalsdividenden üblich.

Eine beim Thema Dividenden 2022 vielbeachtete Kennzahl ist die sogenannte Dividendenrendite. Diese lässt sich ganz einfach berechnen, indem die Ausschüttung je Aktie ins Verhältnis zum Aktienkurs gesetzt wird (Formel: Dividendenrendite = (Dividende je Aktie / Aktienkurs) * 100). Mithilfe dieser Kennzahl lassen sich also die Ausschüttungen verschiedener Unternehmen miteinander vergleichen.

So zeichnen sich die besten Dividenden-Aktien aus


Wie bereits oben erwähnt, empfiehlt es sich grundsätzlich, bei der Suche nach guten Dividenden-Aktien nicht allein auf die Höhe der aktuellen Dividendenrendite zu schauen. Denn besonders hohe Dividendenrenditen können auch die Folge eines deutlichen Kursverlusts sein. Und häufig folgt darauf dann eine Kürzung oder gar Streichung der Dividende. Daher ist es sinnvoll, neben der Rendite auch die Dividendenkontinuität zu berücksichtigen. Die besten Dividenden-Aktien zeichnen sich also durch eine möglichst lange Ausschüttungshistorie aus, in der die Dividenden am besten auch regelmäßig angehoben wurden. Um diese Aktien handelt es sich dabei...

Dividenden Dax-Aktien 2022




Dax-Dividendensumme in Milliarden Euro



Diese 20 Aktien schütten seit über 100 Jahren Dividende aus



Alle 20 Aktien finden Sie hier …

 

So fantastisch wirken Dividenden langfristig


Bei vielen Aktien-Anlegern liegt der Fokus in erster Linie auf den erzielbaren Kursgewinnen, während Dividenden quasi nur als Sahnehäubchen oben drauf betrachtet werden. Dabei stellen Dividenden insbesondere bei einem langfristigen Anlagehorizont einen bedeutenden Renditebestandteil dar.

Die Dividende ist der Teil des Unternehmensgewinns, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Bei deutschen Unternehmen wird Anlegern die Dividende einmal jährlich (jeweils nach dem Beschluss auf der Hauptversammlung) gutgeschrieben, während Aktionäre in anderen europäischen Ländern halbjährliche bzw. im angelsächsischen Raum sogar quartalsweise Dividenden erhalten.

Bei Aktieninvestments stellen Dividenden also zusätzliche Erträge zu einer positiven Kursentwicklung dar, wobei die Bedeutung mit der Anlagedauer zunimmt. Sehr anschaulich verdeutlicht diesen Effekt der Dax, der im Gegensatz zu den meisten anderen Indizes als sogenannter Performance-Index konstruiert wurde. Das bedeutet, dass bei der Indexberechnung neben den Kursveränderungen der 40 enthaltenen Werte auch sämtliche Dividenden berücksichtigt werden. Langfristig ergibt sich daraus ein gewaltiger Rendite-Push, wie der Vergleich mit dem Kurs-Dax zeigt.

Langfristig liefern Dividenden einen wertvollen Renditebeitrag!


Denn parallel zum aus der Börsenberichterstattung bekannten Performance-Dax berechnet die Deutsche Börse auch eine Variante, die – wie international üblich – nur die Kursveränderungen abbildet. Ansonsten ist die Zusammensetzung identisch. Beide Indizes enthalten exakt dieselben Werte und wurden per 31. Dezember 1987 auf jeweils 1000 Punkte normiert. Vergleichen wir:



Während der Performance-Dax am 31. Dezember 2021 bei 15.885 Punkten schloss und somit 1488% gewann, notierte der Kurs-Dax bei nur 6710 Zählern bzw. nur 571% im Plus. Das bedeutet:

Gegenüber dem auf 1000 Zähler normierten Start hat der deutsche Leitindex also 14.885 Punkte gewonnen. Davon resultieren 5710 Zähler aus den Kursveränderungen, während die wieder eingerechneten Dividenden inzwischen 9175 Punkte beisteuerten, was einem Anteil von 62% an der Gesamt-Performance entspricht! Übrigens:

Der Dow Jones wurde zwar ursprünglich als reiner Kursindex konzipiert. Doch mittlerweile wird von dem altehrwürdigen Wall-Street-Barometer auch eine Total-Return- bzw. Performance-Variante berechnet. Während der Original-US-Index heute bei 36.338 Punkten notiert, kommt der Dow Jones seit Ende Dezember 1987 inklusive Dividenden auf schier unglaubliche 85.603 Punkte! 49.248 Zähler bzw. 59% steuerten dazu hier die Dividenden bei. Im Lauf der Zeit liefern reinvestierte Dividenden also einen bedeutenden Renditebeitrag.

Dazu kommt ein weiterer Aspekt:





Beständige Ausschüttungen als Zeichen von Stärke


Hat ein Unternehmen in der Vergangenheit die Dividende kontinuierlich gezahlt und angehoben, darf davon ausgegangen werden, dass das Geschäftsmodell funktioniert und die Zahlungsströme „sicher“ sind. Dabei handelt es sich oft um Unternehmen mit einer führenden Wettbewerbsposition, starken Marken und vergleichsweise konjunkturunabhängigen Geschäftsmodellen. Zudem entwickeln sich die Dividenden für Anleger meist stetiger als der Konzerngewinn. Denn mit stetigen beziehungsweise sogar kontinuierlich steigenden Dividendenzahlungen wollen Unternehmen in der Regel auch ihre Aktionäre bei Laune halten. Viele unserer Champions sind hier geradezu vorbildlich. Konkret:

Drei Viertel der Champions für den Vermögensaufbau und Vermögensschutz schütten seit Jahren regelmäßig Dividenden aus. Knapp die Hälfte davon kann eine mindestens 20-jährige Dividendenhistorie vorweisen, und sechs Champions erfreuen Aktionäre seit mehr als einem halben Jahrhundert in jedem Jahr mit Dividendenzahlungen, unser Spitzenreiter sogar seit 126 Jahren! Hier erfahren Sie, um welche Aktien es sich dabei handelt …

 

Auf Kontinuität und regelmäßiges Dividendenwachstum achten


Gute Dividenden-Aktien (hier finden Sie die besten) zeichnen sich neben einer attraktiven Dividendenrendite vor allem durch kontinuierliche Ausschüttungen sowie ein nachhaltiges Dividendenwachstum aus. Bei einem langfristigen Anlagehorizont kommen die hohen Renditen bei solchen Aktien dann mit der Zeit von selbst. Denn um den Dividendenbeitrag einer Aktie im eigenen Portfolio zu bestimmen, kommt es letztendlich auf den individuellen Kaufkurs an. Insbesondere bei langfristigen Investments in ausschüttungsstarke Champions können sich dabei schnell hohe „persönliche Dividendenrenditen“ ergeben. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:

Persönliche Dividendenrendite = Dividende je Aktie / Kaufkurs * 100

 

Langfristig können allein die Dividenden ein Investment refinanzieren


Auf lange Sicht übersteigen die ausgeschütteten Dividenden früher oder später das eingesetzte Kapital.

Je länger der Zeithorizont, umso mehr steigt die Bedeutung der Dividenden. Dabei wird das eingesetzte Kapital mit zunehmender Haltedauer wieder erwirtschaftet bzw. sogar übertroffen. Das bedeutet, dass Anleger ab diesem Zeitpunkt die Aktie praktisch geschenkt bekommen haben. Es geht sogar noch besser, wie ein Blick auf unseren Dividenden-Aristokraten Mc-Donald’s zeigt.

Wer bspw. Ende 2005 10.000 US Dollar in den US-Champion investierte, bekam dafür 297 Aktien. Aus diesem Anfangsinvestment sind seitdem 79.499 US-Dollar geworden, was einem Kursplus von 695% entspricht. Zusätzlich erhielten Anleger von dem Fast-Food-Champion seitdem 14.924 US-Dollar an Dividenden, womit das Investment inklusive aller Ausschüttungen eine Gesamtrendite von 844% lieferte. Der Clou:



Denn wer die Dividenden nicht für den Kauf von Big Mac & Co. oder anderweitig ausgab, sondern konsequent reinvestierte, hätte sich davon bspw. 2006 sieben weitere Mc-Donald’s-Aktien kaufen können. In den folgenden beiden Jahren wäre der Kauf von jeweils acht zusätzlichen Anteilen möglichen gewesen usw. Bis heute wären dadurch aus den anfänglich 297 McDonald’s-Aktien 456 geworden, und das Portfolio hätte einen Wert von 122.122 US-Dollar, was einer Gesamtrendite von 1121% entspricht! Halten wir fest:

Bei langfristigen Aktieninvestments können Dividenden, vor allem wenn diese konsequent reinvestiert werden, im Lauf der Zeit einen beträchtlichen Renditeanteil darstellen.

P.S.: Das ist ein Auszug aus dem großen boerse.de-Dividenden-Report, den Sie hier völlig kostenfrei per PDF anfordern können …



In boerse.de finden Sie im Übrigen noch weiteren interessanten Dividenden-Content, wie bspw.:


Dividenden-Grundlagen-Artikel in boerse.de:

 

So wirken Dividenden langfristig

Neben der langfristigen Kursentwicklung spielen bei Aktieninvestments auch Dividenden eine große Rolle. Denn damit können zwischenzeitliche Wertschwankungen im Depot abgefedert werden und es lässt sich damit ein dauerhaftes Zusatzeinkommen erzielen. Hierzulande erreicht die Dividendensaison in der Regel zwischen März und Mai ihren Höhepunkt. Denn in dieser Zeit finden die meisten Hauptversammlungen statt, in deren Folge viele börsennotierte Konzerne ihre Aktionäre in Form einer jährlichen Ausschüttung am Gewinn beteiligen. In vielen anderen europäischen Ländern sind halbjährliche Dividenden und im angelsächsischen Raum Quartalsdividenden üblich.

 

In den Genuss einer Dividende kommen Aktionäre, die die jeweilige Aktie an einem bestimmten Stichtag (in Deutschland der Tag, an dem die Hauptversammlung stattfindet) im Depot haben. Nach der Ausschüttung notieren Aktien zu einem in etwa um den Betrag der Dividende verminderten Kurs. Zunächst erweckt das den Anschein eines Nullsummenspiels, doch dieser Dividendenabschlag wird in der Regel schnell wieder aufgeholt, wobei die Bedeutung von Dividenden in der langfristigen Betrachtung sichtbar wird. Denn:

Im Zeitraum von 1976 bis 2021 war laut einer Studie von Allianz Global Investors ein Drittel (34 Prozent) der gesamten Erträge europäischer Aktien auf Dividenden zurückzuführen. Und selbst im Corona-Krisenjahr 2021 lag die durchschnittliche Dividendenrendite von Aktien mit 2,5% deutlich über den Nominalrenditen am Rentenmarkt. 

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Quelle: boerse.de


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